AirAsia-Pilot tot geborgen

FLUGZEUGUNGLÜCK ⋅ Indonesische Taucher haben die Leiche eines Piloten aus dem Ende Dezember in die Javasee gestürzten AirAsia-Flugzeug geborgen. Unklar blieb zunächst, ob es sich dabei um den indonesischen Flugkapitän oder um seinen französischen Co-Piloten Rémi Plesel handelte.

Die Leiche wurde im Cockpit entdeckt, angeschnallt an einen Sitz. "Wahrscheinlich" seien es die sterblichen Überreste Plesels, weil die Leiche eine Uniform mit drei Streifen auf der Schulter trage, sagte ein Koordinator der Rettungsarbeiten am Samstag. Eine offizielle Bestätigung soll es nach der Identifizierung geben.

Der Airbus A320-200 der malaysischen Billigfluggesellschaft AirAsia war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya auf der indonesischen Hauptinsel Java nach Singapur aus bislang ungeklärten Gründen ins Meer gestürzt. Alle 162 Menschen an Bord kamen ums Leben.

Ermittlungen ergaben, dass zu diesem Zeitpunkt anstelle des indonesischen Flugkapitäns Iriyanto, eines erfahrenen ehemaligen Kampfjetpiloten, der französische Kopilot Plesel am Steuer des Flugzeugs sass.

Die Bergung der Wrackteile und die Suche nach den Insassen gestalten sich wegen der rauen See und starken Strömungen schwierig. Neben der Leiche des Kopiloten wurden am Freitag nach Behördenangaben noch drei weitere Leichen im Flugzeugrumpf gefunden.

Am Samstag entdeckten Taucher den Angaben zufolge drei weitere Todesopfer in der Nähe des Wracks. Damit stieg die Zahl der inzwischen geborgenen Todesopfer auf 101. (sda/dpa/afp)


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