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Costa Concordia nimmt Kurs auf Genua

SCHIFFSUNGLÜCK ⋅ Die havarierte "Costa Concordia" hat wenige Stunden nach dem Beginn des komplizierten Abschleppmanövers Kurs auf ihren Zielort Genua genommen. Das Schiff ist bereits etwa sechs Meilen von der Insel Giglio entfernt.

"Alles hat perfekt funktioniert, sie sollte zwischen Samstagnacht und Sonntagmorgen in Genua ankommen", sagte Ingenieur Franco Porcellacchia am Mittwochvormittag auf der Insel Giglio. Der Abtransport der "Costa Concordia" hatte am Morgen mehr als zweieinhalb Jahre nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs begonnen.

Zahlreiche Bewohner und Touristen verfolgten gespannt das Manöver. Als sich der 290-Meter-Riese langsam von der Insel weg bewegte, jubelten und applaudierten sie. Vier Schlepper ziehen das Schiff durch das nördliche Mittelmeer entlang der französischen Insel Korsika bis nach Genua, wo der havarierte Riese verschrottet werden soll.

Das Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia», das vor der italienischen Insel Giglio auf Grund lief und kippte, tritt nach über zweieinhalb Jahren seine letzte Reise an. Das mächtige Schiff wird im Hafen von Genua in den kommenden rund zwei Jahren verschrottet. Im September 2013 wurde es aus der Schräglage aufgerichtet. Beim Unglück am 13. Januar 2012 kamen 32 Personen ums Leben.

Das Verschrotten des Wracks soll dann noch einmal knapp zwei Jahre dauern. Rund 1000 Arbeiter werden daran beteiligt sein, das Wrack des Unglücksschiffs in seine Einzelteile zu zerlegen. Etwa 80 Prozent der Materialien sollen dabei recycelt werden.

Bei der Havarie des Kreuzfahrtschiffs waren im Januar 2012 32 Menschen ums Leben gekommen. Unter den 4200 Passagieren waren auch auch 69 Schweizerinnen und Schweizer. Alle konnten sich retten. (sda/apa)

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