Fluten suchen USA und Südamerika heim

UNWETTER ⋅ Im US-Bundesstaat Missouri kämpfen die Einsatzkräfte gegen steigende Wasserpegel an. Soldaten und freiwillige Helfer stapelten am Mittwoch Sandsäcke, um weitere Überschwemmungen zu verhindern.

"Wir haben noch nie solch einen hohen Wasserstand erlebt", sagte Gouverneur Jay Nixon dem Fernsehsender CNN. Der Pegel des Flusses Mississippi soll nach Angaben der Wetterbehörden am Donnerstag weiter steigen, erst am Freitag ist demnach ein Rückgang zu erwarten.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Einsatzkräfte in einem Boot einen Mann und seinen Hund nahe der Stadt Eureka vom Dach eines überfluteten Hauses in Sicherheit brachten. Ein anderer Mann wurde aus seinem Auto gerettet. US-Präsident Barack Obama bot Gouverneur Nixon die Unterstützung der Bundesbehörden an.

Die USA leiden seit Tagen unter schweren Unwettern mit Stürmen und Starkregen. Landesweit kamen inzwischen mindestens 51 Menschen ums Leben. Die Überschwemmungen in Missouri begannen am Sonntag, nachdem in einigen Teilen des Bundesstaates 250 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen war. Seitdem gilt in Missouri der Notstand.

Zehntausende in Südamerika vor Wasser geflohen

Nach heftigem Regen in Südamerika sind rund 130'000 Menschen vor den Überschwemmungen geflohen. Allein in Paraguay verliessen rund 100'000 Menschen ihre Häuser, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte. Die Pegel der Flüsse Paraguay und Uruguay stiegen weiter.

In Uruguay brachten sich rund 17'000 Menschen vor den Fluten in Sicherheit, in Argentinien weitere 11'000. Die uruguayische Regierung gab Soforthilfen in Höhe von neun Millionen US-Dollar für die Betroffenen in den Departments Salto, Artigas, Paysandú und Rivera frei. Laut Wettervorhersage sollen die Regenfälle in den kommenden Tagen andauern. (sda/dpa)


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