Gerettet nach 48 Stunden im Schnee

WINTERSPORT ⋅ Wie durch ein Wunder hat die Waadtländer Kantonspolizei am Dienstag einen 19-jährigen US-amerikanischen Skitouristen im Skigebiet Les Diablerets retten können. Der junge Mann war während 48 Stunden im Schnee stecken geblieben.

Er wurde unterkühlt ins Spital von Zweisimmen BE geflogen.Der Gerettete befindet sich nicht in Lebensgefahr, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Am Sonntag beim Skifahren war der 19-Jährige spurlos verschwunden. Bei der Polizei ging jedoch erst am Dienstagmorgen um 11 Uhr eine Vermisstmeldung ein. Sofort wurden Suchmannschaften und Rettungsteams aufgeboten.

Gegen 15.30 Uhr wurde der Student rund hundert Meter neben der Lavanchy-Piste in Les Diablerets entdeckt. Er steckte bis zur Hüfte in der dicken Schneedecke fest. Der Mann war ansprechbar, aber stark unterkühlt und erschöpft. Mit einem Helikopter der Rega wurde er ins Spital nach Zweisimmen geflogen.

Sturz auf einem zugefrorenen Bachbett

Der Gerettete sagte der Polizei, er habe die markierten Pisten verlassen und bis zur Talstation des Skilifts freeriden wollen. Er habe sich aber verfahren und eine Skibindung verloren. Auf einem Ski sei er weitergefahren, wenig später auf einem zugefrorenen Bachbett aber gestürzt.

Erschöpft, durchnässt und von einem Schneesturm gezeichnet harrte der junge Mann über 48 Stunden in seiner misslichen Lage aus, bevor er gerettet wurde. Der Student trug laut der Polizei eine relativ gute Skikleidung, hatte aber weder ein Kommunikationsgerät noch ein Lawinenverschüttetensuchgerät noch eine Schaufel dabei.

Die Lawinengefahr in Gebiet ist auf Stufe 3 von 5. Die Kantonspolizei empfiehlt, nicht abseits der Pisten zu fahren und die Sicherheitshinweise zu respektieren. (sda)


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