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Gewitter richten grosse Schäden an

GEWITTER ⋅ Gewitter haben in der Schweiz in mehreren Regionen Schäden angerichtet. Alleine im Kanton St. Gallen musste die Feuerwehr in der Nacht auf Dienstag 70 Mal wegen überfluteter Keller ausrücken.

Im Kanton Zug war der Bahnverkehr zwischen Cham und Rotkreuz wegen Unwetterschäden unterbrochen.

Kräftige Gewitter entluden sich am Montagnachmittag zunächst über dem Jura, am späteren Abend wüteten sie vor allem in der Ostschweiz. Neben viel Regen brachten sie an manchen Orten auch Hagel. Die Hagelkörner waren laut dem Wetterdienst Meteonews teilweise bis zu vier Zentimeter gross und sorgten örtlich für eine weisse Hagelschicht auf den Strassen.

An mehreren Orten, darunter St. Gallen, Cham ZG und Langnau im Emmental BE, fielen zwischen Montagmittag und Dienstagmorgen mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter. In Epiquerez JU wurden sogar 86 Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert, wie Meteonews mitteilte.

Personen kamen nach bisherigen Erkenntnissen nicht zu Schaden. In der Ostschweiz führten die Unwetter jedoch zu zahlreichen Meldungen in der Notrufzentrale. Im Kanton St. Gallen musste die Feuerwehr 70 Mal wegen überfluteter Keller ausrücken. Vor allem die Region von Oberbüren bis Rorschach sei betroffen gewesen, teilte die St. Galler Kantonspolizei mit.

Glimpflicher kam der Kanton Thurgau davon: Es habe 10 Meldungen wegen überfluteter Keller gegeben, sagte Polizeisprecher Daniel Metzler. Betroffen war vor allem der Grossraum Arbon.

Gleis beschädigt

Im Kanton Zug wurde die Bahnstrecke zwischen Cham und Rotkreuz wegen Überflutung unterbrochen. Ob ein Schaden entstanden ist, kann erst nach dem vollständigen Abpumpen des Wassers festgestellt werden, wie SBB-Sprecherin Franziska Frey sagte.

Nach Angaben der SBB-Homepage bleibt die Strecke voraussichtlich bis um 17 Uhr unterbrochen. Alle Züge fallen zwischen Cham und Rotkreuz aus. Fernverkehrszüge werden umgeleitet, im Regionalverkehr sind Ersatzbusse im Einsatz. Die SBB bittet die Reisenden, mehr Zeit einzuplanen.

Ansonsten kam der Kanton Zug glimpflich davon. Bei der Polizei gingen nur wenige Meldungen ein, sagte Judith Aklin, Sprecherin der Zuger Polizei, auf Anfrage.

Auch Westschweiz betroffen

Starke Niederschläge gab es am Montagabend auch in der Westschweiz. In den Dörfern Blonay und St-Légier nahe Montreux im Waadtland traten am Montagabend mehrere Bäche über die Ufer. Schutt wurde auf Strassen gespült. Wegen eines Erdrutsches wurde die Bahnstrecke zwischen Blonay und Les Pléiades seit Montagabend unterbrochen.

Polizei und Feuerwehr rückten zu rund 60 Einsätzen aus, rund 40 Keller standen unter Wasser. Verletzt wurde niemand, wie die Kantonspolizei Waadt mitteilte. Das Schadenausmass ist noch unklar. (sda)

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