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Mann tötet Ehefrau in La Chaux-de-Fonds

BLUTTAT ⋅ Seit zwei Monaten hat in der Region La Chaux-de-Fonds NE das Verschwinden einer 24-jährigen Frau Rätsel aufgegeben. Nun ist die Frau tot im französischen Grenzgebiet gefunden worden.

Der seit Januar inhaftierte Ehemann hat gestanden, die Frau im Streit getötet zu haben. Die Frau sei bei einer Auseinandersetzung am 6. Januar ums Leben gekommen, sagte am Donnerstag der Neuenburger Staatsanwalt Daniel Hirsch vor den Medien in La Chaux-de-Fonds. Es handle sich um ein Tötungsdelikt.

Die Eltern hatten ihre Tochter am 8. Januar als vermisst gemeldet, nachdem sie nicht mehr wie zuvor täglich angerufen hatte. Der Mann wurde bereits wenige Tage nach dem Verschwinden der jungen Frau in Untersuchungshaft gesetzt.

Zwei Monate lang geschwiegen

Der 28-jährige Franzose hüllte sich in Haft zwei Monate lang in Schweigen. Erst als am Samstag Spaziergänger auf die Leiche der Frau in einem Wald bei Charquemont (F) stiessen, gestand er die Tat.

Der Ehemann gab auch zu, die Leiche im französischen Grenzgebiet versteckt zu haben. Der Fundort liegt ungefähr 25 Kilometer von La Chaux-de-Fonds entfernt in unmittelbarer nähe einer Langlaufloipe.

Zum Tathergang sagte Staatsanwalt Hirsch am Donnerstag wenig. Er machte weder zur Tatwaffe noch zum Tathergang Angaben. Mit der Begründung, dass einige Aussagen des 28-jährigen Beschuldigten noch "wenig klar" seien, halten die Untersuchungsbehörden ihre Informationen noch zurück.

In der Schweiz war der Mann bisher nur wegen bescheidenen Delikten polizeilich bekannt. Ob er in Frankreich vorbestraft war, ist nicht bekannt.

DNA-Analyse steht noch aus

Die Polizei ist sich sicher, dass es sich bei der in Frankreich gefundenen Tote um die 24-jährige Vermisste handelt, wie Alain Devaud von der Kriminalpolizei sagte. Es gebe Anzeichen von Gewalteinwirkung.

Die DNA-Analyse des Rechtsmedizinischen Instituts von Besançon stehe aber noch aus und werde in den kommenden Tagen erwartet.

Das französische Ehepaar hatte sich erst im Oktober 2014 aus beruflichen Gründen in La Chaux-de-Fonds niedergelassen. Zuvor hatte es im Elsass gelebt. Mitte Dezember kam es zum Bruch. Die Frau trennte sich von ihrem Mann und zog vorübergehend in ein Frauenhaus.

Warum die Frau das Frauenhaus aufsuchte, blieb am Donnerstag unklar. Man habe keine Kenntnis davon, dass der Ehemann zuvor gegenüber der Frau gewalttätig aufgetreten sei, sagte Staatsanwalt Daniel Hirsch. (sda)

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