Massenmord in US-Kleinstadt

LEICHENFUND ⋅ Die Kleinstadt Tyrone im US-Bundesstaat Missouri steht unter Schock: An verschiedenen Orten der ländlichen Gemeinde wurden insgesamt neun Leichen gefunden. Die Polizei teilte am Freitag mit, die meisten der Opfer seien erschossen worden.

Unter den Toten sei auch der mutmassliche Schütze, der sich offenbar das Leben genommen habe.

Die Untersuchung der Bluttat dauerte an, die Beziehungen zwischen den Opfern und dem Täter waren zunächst unklar. Ersten Erkenntnissen der Behörden zufolge erschoss ein 36-jähriger Bewohner von Tyrone sieben Menschen in vier verschiedenen Häusern.

Der Verdächtige wurde tot in einem Auto gefunden. Die Schusswunden deuteten darauf hin, dass der Mann die Waffe gegen sich selbst gerichtet hatte.

Ein junges Mädchen habe die Polizei am späten Abend wegen Schüssen in ihrem Haus alarmiert und sei zu einem Nachbarn geflüchtet. Die Beamten hätten in ihrer Bleibe zwei Leichen entdeckt.

Bei einer folgenden Durchsuchung drei anderer Häuser wurden fünf weitere Todesopfer und eine verletzte Person gefunden. "In unserem Job sehen wir viele schlimme Dinge. Und dies ist sehr schlimm", sagte ein Polizeisprecher.

An einem weiteren Ort wurde zudem der leblose Körper einer älteren Frau entdeckt. Sie starb nach Einschätzung der Behörden aber eines natürlichen Todes.

Das Auto mit dem Leichnam des mutmasslichen Täters wurde ausserhalb der Ortschaft aufgespürt. Tyrone liegt ungefähr 260 Kilometer südwestlich der Grossstadt St. Louis. (sda/afp/dpa)


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