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Pferd an Sechseläuten gestorben

SECHSELÄUTEN ⋅ Beim Umreiten des Sechseläuten-Bööggs ist am Montag ein Pferd zusammengeklappt und an Herztod gestorben. Der Zürcher Tierschutzbund kritisiert am Dienstag das Zürcher Frühlingsfest. Das Zentralkomitee der Zünfte Zürichs bedauert den Tod des Tieres ausserordentlich.

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Geht es nach dem Zürcher Böögg, so steht uns ein ziemlich mieser Sommer bevor. Genau 20 Minuten und 39 Sekunden nachdem der Scheiterhaufen angezündet worden war, explodierte der Kopf des Riesen-Schneemanns.

Der Vorfall passierte, als der Scheiterhaufen des Bööggs bereits in Flammen stand. Während die Zünfter mit ihren Pferden den Böögg umkreisten, stürzte plötzlich ein Tier und begrub seinen Reiter unter sich. Während der Zünfter die Reit-Bahn danach selbständig verlassen konnte, hatte das Pferd weniger Glück.

Es starb und musste von der Grosstier-Ambulanz vom Festplatz abtransportiert werden. Der Zürcher Tierschutzbund, der bereits die Tradition des Fischewerfens kritisiert hatte, bezeichnet den Einsatz der Pferde am Frühlingsfest als reine Tierquälerei.

"Weder vernünftig noch tiergerecht"

Die Pferde würden wegen der Böller im Böögg in Panik geraten, sagte York Ditfurth, Präsident des Tierschutzbundes, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Die Tiere könnten aber nicht flüchten, sondern würden von ihren Reitern mit harter Hand auf Kurs gehalten.

Man erkenne dies am Herumreissen in den Mäulern und an den aufgerissenen Augen. "Das Ganze ist weder vernünftig noch tiergerecht", sagte Ditfurth weiter.

Dass am Sechseläuten so wenig passiere, sei ein Wunder. Eigentlich seien nur Polizeipferde für Einsätze in Menschenmassen und solchem Lärm ausgebildet. "Doch kein Polizist würde sein Tier für so etwas hergeben."

"Eine gewisse Belastung"

Beim Zentralkomitee der Zünfte Zürichs bedauert man den Zwischenfall. "Das ist unglücklich, wir bedauern das ausserordentlich", sagte Zunft-Sprecher Andreas Weidmann auf Anfrage der sda. Dass der Anlass Tierquälerei sein soll, verneint er aber.

Natürlich sei das Sechseläuten eine gewisse Belastung, die Tiere würden aber darauf vorbereitet. Zudem erhielten sie leichte Beruhigungsmittel, damit sie nicht so stark auf den Lärm reagieren. Tierärzte seien ausserdem immer anwesend.

Der letzte Vorfall mit Pferden liege schon mehrere Jahre zurück, sagte Weidmann weiter. (sda)

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