Tote wegen Sturm und Regen im Wüstenstaat

OMAN/EMIRATE ⋅ Durch ungewöhnliche Regenstürme in den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem angrenzenden Sultanat Oman sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Am folgenschwersten war der Sturm in Oman.

Wie die Medien und die Polizei am Donnerstag berichteten, kamen dort fünf Personen ums Leben. In den Emiraten unweit der Grenze zu dem Sultanat wurde in einem von den Fluten mitgerissenen Wagen die Leiche eines siebenjährigen Jungen gefunden.

Nach Angaben der "Times of Oman" wurden vor allem die Grenzgebiete des Sultanats von dem von heftigem Regen begleiteten Sturm getroffen. Auf Fotos in den sozialen Netzwerken war zu sehen, wie Rettungsteams von den Wassermassen überraschten Bewohnern mehrerer Wadis zur Hilfe kamen.

In Dubai, der grössten Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate, hatte sich das Unwetter am Donnerstag wieder beruhigt. Doch waren immer noch mehrere Strassen nach dem sintflutartigen Regen überflutet, der am Vortag über weite Teile der Föderation hinweggegangen war und zu stundenlangen Verspätungen von Flügen geführt hatte. In beiden Golf-Anrainern blieben die Schulen auch am Donnerstag geschlossen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate zählen zu den zehn trockensten Staaten der Erde. Im Durchschnitt liegt die jährliche Niederschlagsmenge bei 78 Millimetern und ist damit 15 Mal niedriger als in Grossbritannien. Am Mittwoch aber fielen allein in der Wüstenstadt Al-Ain 294 Millimeter, wie der staatliche Wetterdienst mitteilte. (sda/afp)


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