US-Comedian Louis C.K. gibt sexuelle Belästigung zu – verliert Vertrag

SEXUELLE BELÄSTIGUNG ⋅ Nach den Belästigungsvorwürfen von fünf Frauen gegen den 50-jährigen US-Komiker Louis C.K. wollen der US-Pay-TV-Kabelsender FX Network und FX Productions ihre Zusammenarbeit mit dem US-Komiker beenden.
11. November 2017, 00:22

"Wir kündigen den gesamten Deal zwischen FX Productions und seiner Produktionsfirma Pig Newton", teilte der Sender in einer Stellungnahme am Freitag mit. Er werde nicht mehr als Produzent der vier Sendungen - "Better Things", "Baskets", "One Mississippi" und "The Cops" - tätig sein, an denen man derzeit zusammenarbeite.

Das Kabelnetzwerk, für das Louis C.K. seit acht Jahren tätig war, teilte mit, es habe zuvor nicht von den Vorwürfen gewusst.

C.K. Louis gibt Belästigungen zu

"Diese Geschichten stimmen", teilte der US-Komiker am Freitag per Mitteilung mit. Es tue ihm leid, sagte der 50-Jährige. "Es gibt nichts daran, für das ich mir vergebe."

Zuvor hatten fünf Frauen gegenüber der "New York Times" Vorfälle geschildert, bei denen der Komiker sich unter anderem vor ihnen ausgezogen und masturbiert haben soll. Diese Übergriffe seien bei Treffen in Hotelzimmern und Büros passiert. Unter den Betroffenen sind Kolleginnen, die Vorfälle seit Ende der 1990er Jahre bis 2005 schilderten.

Der Streamingdienst Netflix sagte daraufhin ein geplantes Comedy-Special mit dem Komiker ab. Die Vorwürfe seien "verstörend", teilte der Streamingdienst mit.

Auch die anstehende Veröffentlichung seines Filmes "I Love You, Daddy" wurde abgesagt. Im Comedy-Drama mit den Darstellern Chloë Grace Moretz und John Malkovich spielt Louis C.K. eine Hauptrolle und führt auch Regie.

(sda/dpa)

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