Bund will unrentabel gewordene AKWs nicht übernehmen

AKW ⋅ Bundesrätin Leuthard hat keine Bereitschaft gezeigt, dass der Bund dereinst den Energiekonzernen ihre unrentablen AKW abnehmen könnte. "Hinter den Betreibern von Atomkraftwerken stehen die Kantone, und die können ja kaum Konkurs gehen", sagte sie der "Tagesschau".

09. März 2016, 20:53

Ob ein AKW abgestellt werde oder weiterlaufe, dieser Entscheid werde von den Betreibern getroffen. Für den Verwaltungsrat eines Energieunternehmens seien für eine Stilllegung vor allem betriebswirtschaftliche Gründe ausschlaggebend, führte Energieministerin Doris Leuthart in der Hauptausgabe der "Tagesschau" des Schweizer Fernsehens SRF am Mittwoch weiter aus. Dies habe das Beispiel des AKW Mühleberg gezeigt.

Mühleberg soll Ende Dezember 2019 endgültig vom Netz gehen. Hintergrund des Entscheides der BKW AG ist, dass sich angesichts der dauertiefen Strompreise eine Nachrüstung des angejahrten AKW bei Bern finanziell nicht mehr lohnt.

Am Montag hatte die "Basler Zeitung" aus einem Strategiepapier einer Lobbyistengruppe zitiert, wonach die Schweizer AKW in einer Auffanggesellschaft zusammengefasst und einem staatlichen Eigentümer, dem Bund, übergeben werden sollen. Im Papier wurde ein genaues Drehbuch skizziert, wie dieses Ziel erreicht werden könnte. (sda)


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