Bundesrat folgt Brunetti-Bericht

FINANZPLATZ ⋅ Die systemrelevanten Schweizer Banken sollen höhere Eigenmittelanforderungen erfüllen. Der Bundesrat will entsprechende Empfehlungen einer Expertengruppe umsetzen. Er hat das Finanzdepartement am Mittwoch beauftragt, bis Ende des Jahres Vorschläge vorzulegen.

18. Februar 2015, 11:09

Der Bundesrat ist wie die Expertengruppe unter Leitung von Aymo Brunetti der Überzeugung, dass die Schweiz mit ihren Bestimmungen gegen die "Too big to fail"-Problematik im internationalen Vergleich grundsätzlich gut abschneidet.

Eine Neuausrichtung sei aus Sicht des Bundesrates nicht notwendig, schreibt das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) in einer Mitteilung. Allerdings seien zusätzliche Massnahmen und Anpassungen nötig, um die Widerstandsfähigkeit der systemrelevanten Banken weiter zu erhöhen.

Der Brunetti-Bericht empfiehlt dem Bundesrat unter anderem, die Eigenmittelanforderungen zu verstärken. Die Schweiz soll sich sowohl bei den risikogewichteten Kapitalanforderungen als auch bei der ungewichteten Leverage Ratio weiterhin an den Ländern mit international führenden Anforderungen orientieren. (sda)


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