Grüne setzen auf Reparatur statt Abfall

PARTEIEN ⋅ Die Grüne Partei der Schweiz lehnt drei der vier Vorlagen ab, über die am 28. Februar abgestimmt wird. Einzig die Spekulationsstopp-Initiative stösst auf grüne Sympathien. Ferner lancierten die Grünen die Kampagne für ihre eigene Initiative gegen die Wegwerfkultur.

16. Januar 2016, 15:23

Drei Nein-Parolen haben die Delegierten am Samstag an ihrer Versammlung in St. Gallen beschlossen: zur Durchsetzungsinitiative der SVP, zur Heiratsstrafe-Initiative der CVP und zur zweiten Gotthardröhre.

Zudem lancierten sie gemäss Medienmitteilung die Kampagne für die Volksinitiative "Grüne Wirtschaft", über die voraussichtlich im Juni abgestimmt wird. Deren Ziel ist es, den Ressourcenverbrauch zu senken.

Die Wegwerfwirtschaft soll zu einer Kreislaufwirtschaft werden, die auf langlebige Produkte setzt und Abfälle als Rohstoffe wiederverwendet. Was heute schon mit Papier, Aluminium und Glas geschieht, soll auch für andere Rohstoffe gelten: Recycling. "Wenn eine neue Kaffeemaschine weniger kostet als die Reparatur, stimmt etwas nicht", sagte Co-Präsidentin Regula Rytz laut Communiqué. Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative ab.

Die Delegierten verabschiedeten am Samstag ferner Generalsekretärin Miriam Behrens. Sie wechselt nach zwölf Jahren bei den Grünen zur Flüchtlingshilfe. (sda)


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