Proteste gegen Entlassungen bei Richemont

UHRENINDUSTRIE ⋅ 400 Personen haben am Donnerstag in Le Sentier VD gegen die Entlassungen beim Luxusgüterkonzern Richemont protestiert. Sie forderten in einer Resolution, den Abbau von über 200 Stellen zu stoppen und Alternativen wie Kurzarbeit zu prüfen.

24. November 2016, 13:59

Die Protestierenden, darunter viele Angestellte aus allen Uhrenbetrieben im Vallée de Joux, hätten sich über Mittag in Le Sentier getroffen und ihre Unterstützung für die Betroffenen gezeigt, teilte die Gewerkschaft Unia am Donnerstag mit.

Die Angestellten würden sich weigern, für die schlechten strategischen Entscheide der Richemont-Spitze den Kopf hinzuhalten, schrieb die Gewerkschaft. Insbesondere, da Richemont im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn von 2,2 Milliarden Euro ausweise und den Aktionären Dividenden von 854 Millionen bezahle. Das zeige, dass auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten die Richemont Gruppe genug Arbeit für das gesamte Personal habe.

Nachdem im ersten Semester 2016 (per Ende September) der Gewinn von Richemont um die Hälfte auf 540 Millionen Euro eingebrochen war, hat der Konzern einen Umbau angekündigt. Wenig später wurde bekannt, dass Richemont bei den Luxusuhrenmarken Vacheron Constantin und Piaget insgesamt 211 Stellen abbaut.

Bereits Anfang 2016 hatte Richemont die Streichung von bis zu 350 Stellen, vornehmlich bei der Marke Cartier, angekündigt. Mitte Mai hiess es von der Unia, in der Realität habe es weniger als 100 Kündigungen gegeben. (sda)


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