Affäre Buttet: Walliser Staatsanwaltschaft eröffnet Untersuchung wegen Amtsgeheimnisverletzung

BELÄSTIGUNG ⋅ Nach den Enthüllungen um den Walliser CVP-Nationalrat Yannick Buttet hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis eine Untersuchung wegen Amtsgeheimnisverletzung eröffnet.
01. Dezember 2017, 11:34
Tobias Bär

Die Affäre um den CVP-Vizepräsidenten Yannick Buttet beschäftigt seit Donnerstag Bundesbern. Auslöser war ein Artikel in der Zeitung «Le Temps». Darin wird ein Vorfall in der Nacht zum 19. November beschrieben: Buttet begibt sich zur Wohnung einer Ex-Geliebten und klingelt etwa 20 Mal. Die Frau, die sich mit ihren Kindern im Haus befindet, alarmiert die Polizei. Als diese eintrifft, versucht sich der Nationalrat im Garten zu verstecken.
 
Am Mittwoch informierte Buttet seinen Parteipräsidenten Gerhard Pfister darüber, dass gegen ihn eine Strafanzeige eingegangen sei. Heute Freitag nun teilte die Walliser Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit, dass sie aufgrund der Enthüllungen in «Le Temps» eine Untersuchung wegen Amtsgeheimnisverletzung eröffnet hat.

Buttet liess sich im Zuge der Enthüllungen von seinem Amt als Vizepräsident suspendieren. Einen Rücktritt schloss der 40-Jährige bislang aus. Buttet soll nicht nur seine Ex-Geliebte gestalkt haben. Er soll sich auch gegenüber Journalistinnen und Parlamentarierinnen unangemessen verhalten haben. Buttet sagte gegenüber «Le Temps», eine schwere Ehekrise habe sein Verhalten und sein Urteilsvermögen beeinflusst.

 


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