Georgien und Schweiz feiern Jubiläum

SCHWEIZ - GEORGIEN ⋅ Anlässlich des 25. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen ist Bundespräsidentin Doris Leuthard am Montag nach Georgien gereist. In Tiflis traf sie sich mit dem georgischen Präsidenten Giorgi Margwelaschwili und Premierminister Giorgi Kwirikaschwili.
04. Dezember 2017, 15:36

Beide Länder wollen die wirtschaftlichen Beziehungen vertiefen, wie das Generalsekretariat des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am Montag mitteilte. Diskutiert wurden insbesondere die Erwartungen, die mit dem Freihandelsabkommen zwischen Georgien und den EFTA-Staaten verbunden sind.

Das Parlament hatte das Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und Georgien im September genehmigt. Es soll den gegenseitigen Handel erleichtern und den Schutz des geistigen Eigentums stärken.

Dabei sei vor allem für die Bereiche Verkehr, Tourismus, Logistik und Energie viel Potenzial für eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit vorhanden, heisst es weiter. Für die Schweiz werde das Abkommen voraussichtlich im Frühling 2018 in Kraft treten.

Der Handel zwischen der Schweiz und Georgien erreichte in den vergangenen Jahren ein Volumen von 40 bis 50 Millionen Franken, mit einem starken Exportüberschuss seitens der Schweiz.

Austausch mit Bergregionen

Leuthard habe ausserdem betont, dass die Schweiz auf den internationalen Austausch zwischen Bergregionen grossen Wert lege - vor allem mit Blick auf die Herausforderungen durch den Klimawandel, heisst es in der Mitteilung. Die aktuelle Kooperationsstrategie für den Südkaukasus bestätige die hohe politische und wirtschaftliche Bedeutung der Region aus Schweiz Sicht.

Ein wichtiges Thema der Gespräche waren demnach auch die Guten Dienste der Schweiz und der georgisch-russischen Beziehungen. Die Schweiz vertritt seit 2009 im Rahmen von Schutzmachtmandaten die diplomatischen Interessen Georgiens in Moskau und die Interessen Russland in Tiflis. Mit beiden Seiten gebe es eine ausgezeichnete Zusammenarbeit, wird die Schweizer Delegation zitiert.

Im weiteren Verlauf des Besuchs traf sich Bundespräsidentin Leuthard mit Vertretern von Schweizer Unternehmern, die in Georgien tätig sind. Am Denkmal auf dem Heldenplatz in Tiflis legte sie einen Kranz nieder. Später besuchte sie das Parlament und tauschte sich mit Parlamentspräsident Irakli Kobakhidze aus. (sda)

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