In Bodensee gestürztes Flugzeug geborgen

KONSTANZ ⋅ Ein Tag nach dem Absturz eines in Zürich gestarteten Kleinflugzeugs in den Bodensee hat das Wrack geborgen werden können. Über die Identität des zweiten Flugzeuginsassen gab es aber auch am frühen Mittwochabend keine Angaben.
09. August 2017, 18:34

Ein Polizeisprecher sagte am Mittwochabend, der Bergungseinsatz sei abgeschlossen. Die Bergung hatte sich zunächst schwierig gestaltet. Ein Wrackteil war mit einem Kran aus dem Wasser gehoben und mit einer Fähre der Konstanzer Stadtwerke in Richtung Ufer gebracht worden. Dabei brach das grosse Stück, stürzte zum Teil wieder in die Tiefe und musste erneut von den Beamten aus dem Wasser geholt werden.

Die Propellermaschine vom Typ Piper Malibu war am Dienstag mit zwei Personen an Bord in Zürich gestartet, mit Ziel Hamburg. Wenig später stürzte die Maschine nahe der Blumeninsel Mainau ins Wasser.

Die Beamten gehen davon aus, dass beide Insassen ums Leben gekommen sind. Bei dem Piloten handelt es sich um einen 74-jährigen Schweizer. Die Identität des Passagiers war weiterhin unklar.

Zeitweiliges Flugverbot

Während den Bergungsarbeiten war über der Absturzstelle ein Flugverbot erlassen worden. Das Gebiet sei zudem grossräumig abgesperrt worden, teilte die Polizei mit. An dem Einsatz waren nach Polizeiangaben auch das Technische Hilfswerk sowie die Seepolizei des Kantons Thurgau beteiligt.

Die Einsatzkräfte hatten am Dienstag ihre Arbeit an der Absturzstelle unweit von Konstanz wegen schlechten Wetters abbrechen müssen. Laut Polizei ist der Bodensee in dem Gebiet etwa 60 Meter tief - das machte es Tauchern schwer, das Wrack zu erreichen. Nach Angaben der Feuerwehr war bei dem Unglück nur wenig Treibstoff ausgelaufen. (sda)

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