Nur noch 30 Tage für Billag-Gebühr

ZAHLUNGSFRIST ⋅ Neu dauert die Zahlungsfrist für die Billag-Gebühr anstatt drei Monate 30 Tage. Laut der Verwaltung hat die Umstellung nichts mit der No-Billag-Initiative zu tun.
10. Januar 2018, 17:54

Wer im neuen Jahr bereits eine Billag-Rechnung für 2018 erhalten hat, dem dürfte sofort eine Neuerung aufgefallen sein: Während die Zahlungsfrist in den letzten Jahren immer drei Monate betragen hatte, hat man heuer nur noch 30 Tage Zeit, um die Jahresgebühr zu begleichen. Wegen der Festtage kam die Rechnung bei manchen erst gestern an; ihnen bleiben also gerade einmal 20 Tage bis zur Fälligkeit.

Von drei Monaten auf drei Wochen – eine drastische Umstellung für die Betroffenen. Viele werden sich impulsiv gefragt haben: Hat dies etwas mit der No-Billag-Initiative zu tun? Billag-Sprecher Dominik Müller hat darauf eine klare Antwort: «Nein, die Umstellung steht nicht im Zusammenhang mit der Abstimmung vom 4. März.» Nicht die Billag, sondern der Bundesrat habe die Zahlungsfrist auf einen Monat verkürzt. Grund dafür sei der Wechsel von den Empfangsgebühren auf die Haushaltsabgabe per 1.1.2019. «Bis dahin will das Bakom, dass alles abgerechnet ist», sagt Müller.

Ohnehin gilt: Auch im Fall einer Annahme der No-Billag-Initiative muss die Gebühr so lange weiter entrichtet werden, bis die Umsetzung des Volksentscheids geregelt ist. Wer die 451.10 Franken nicht auf einen Schlag bezahlen kann, könne sich bei Billag melden, sagt Müller. «Sollte jemand Zahlungsschwierigkeiten haben, schauen wir den Fall individuell an.» Sind die Bedingungen erfüllt, gebe es die Möglichkeit, die Zahlungsfrist um einen Monat zu verlängern oder die Rechnung in Raten zu begleichen. 

(gr)


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