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Böögg sagt miesen Sommer voraus

SECHSELÄUTEN ⋅ Geht es nach dem Zürcher Böögg, so wird der Sommer 2015 ziemlich mies. Genau 20 Minuten und 39 Sekunden nachdem der Scheiterhaufen angezündet worden war, explodierte der Kopf des Riesenschneemanns.

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Geht es nach dem Zürcher Böögg, so steht uns ein ziemlich mieser Sommer bevor. Genau 20 Minuten und 39 Sekunden nachdem der Scheiterhaufen angezündet worden war, explodierte der Kopf des Riesen-Schneemanns.

Der Volksmund sagt: Je rascher nach dem Anzünden der Kopf des Böögg weg fliegt, desto schöner wird der Sommer. Die Böögg-Prognose ist allerdings nicht wirklich verlässlich: Letztes Jahr sagte er mit etwas über sieben Minuten einen prächtigen Sommer voraus. Tatsächlich war es bloss im Juni - vor allem über Pfingsten - extrem heiss. Der Rest des Sommers war dann vor allem nass und kühl.

Rund 5000 Zünfter in historischen Kostümen, Ehrengäste, Gäste und Musikanten nahmen am Montagnachmittag am traditionellen Zug der Zünfte durch die Zürcher Innenstadt teil. Zu Fuss, zu Pferd oder im blumengeschmückten Wagen zogen sie an den Tausenden Zuschauerinnen und Zuschauern vorbei, die sie beklatschten und ihnen Küsschen und Blumen verteilten.

Gastkanton Zürich und vier Bergregionen

Gastkanton war dieses Jahr der Kanton Zürich, der seinerseits unter dem Motto «Züri mitenand» vier Bergregionen eingeladen hat: das Greyerzerland (FR), das Schächental (UR), die Obere Leventina (TI) und das Val Müstair/Valsot (GR). Persönlichkeiten aus den vier Regionen und dem Gastkanton marschierten im Zug mit.

Unter den Ehrengästen waren wie üblich zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, Showbusiness und Sport, Militär, Kultur, Bildung und Medien. Die Landesregierung war gemäss Gästeliste des Zentralkomitees der Zünfte Zürichs (ZZZ) durch Bundesrat Ueli Maurer vertreten.

Unter vielen anderen Ehrengästen marschierte beispielsweise Seine Durchlaucht Prinz Michael von Liechtenstein mit, mehrere Vertreter der alt Londoner Zünfte, der Kommandant der Schweizergarde, Christoph Graf, ETH-Zürich-Präsident Lino Guzzella, Schwinger Christian Stucki, der Einsiedler Abt Urban Federer und der umtriebige Ex-Mister Schweiz Renzo Blumenthal.

Frühlingsfest mit historischen Wurzeln

Der lange Zug bewegte sich durch die Innenstadt zum Sechseläutenplatz. Punkt 18 Uhr wurde der Holzstoss angezündet. Dann folgte der traditionelle Umritt der berittenen Zünfter um den Scheiterhaufen. Die Pferdehufe sowie den Platzbelag aus edlem Valser Quarzit schützte eine dicke, breite Schicht aus Sand und einem speziellen Granulat.

Das Zürcher Frühlingsfest geht gemäss ZZZ zurück auf einen jahrhundertealten Brauch: Wenn im Alten Zürich die Abende wieder heller wurden und die Kirchenglocken erstmals wieder um 18 Uhr statt schon um 17 Uhr Feierabend läuteten, trafen sich die Jungen auf bestimmten Plätzen. Sie gaben ihrer Freude durch Schiessen, Trommeln und das Anzünden von Scheiterhaufen mit Strohmännern Ausdruck.

sda
 

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