Erziehungsdirektoren wollen mehr Italienisch

SPRACHUNTERRICHT ⋅ Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) will den Italienischunterricht an den Schweizer Gymnasien fördern. Sie hat dazu Empfehlungen verabschiedet, die bei einer Mehrheit der Kantone auf Zustimmung stossen.

Die EDK hatte die Empfehlungen im vergangenen Herbst bei den kantonalen Erziehungsdepartementen sowie bei den Lehrern in die Anhörung gegeben. Gemäss einer Mitteilung stiessen die Empfehlungen "auf breite Zustimmung". Einzig die Kantone Glarus, St. Gallen, Wallis und Zug lehnen die Vorschläge ab.

An ihrer Plenarversammlung von Ende März hat die EDK die Empfehlungen nun verabschiedet. Die Kantone sollen sich dafür einsetzen, dass jede Gymnasiastin und jeder Gymnasiast die Möglichkeit hat, Italienisch als Grundlagen- oder Schwerpunktfach zu belegen.

Wo die Zahl der Schüler zu klein ist, soll auf andere Schulen "in zumutbarer Nähe" ausgewichen werden - gegebenenfalls auch ausserhalb des jeweiligen Kantons. Für die Schülerinnen und Schüler sollen sich aber keine Mehrkosten ergeben.

Zudem werden die Kantone aufgefordert, den Sprachaustausch mit den italienischsprachigen Regionen zu fördern. Nach fünf Jahren soll die Umsetzung der Empfehlungen evaluiert werden.

Gemäss einem Bericht der Schweizerischen Maturitätskommission vom November 2013 bieten "beinahe alle Gymnasien Italienisch an". Jedoch gelte die Sprache nicht überall als zählendes Maturitätsfach, wie es das entsprechende Reglement vorsehe. (sda)


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