Lausanne an Formel E-Rennen interessiert

ELEKTROAUTOS ⋅ In der Stadt Lausanne könnte 2017 auf dem Gelände des Flugplatzes Blécherette oder auf dem Areal der ETH das erste Formel-E-Rennen der Schweiz starten. Die Lausanner Verwaltung prüft derzeit die Machbarkeit eines Rennens an diesen beiden Standorten.

"Wir werden sehen, ob es möglich ist", sagte Marc Vuilleumier am Mittwoch der Nachrichtenagentur sda. Der Verantwortliche für Sport in der Stadtregierung erwartet im kommenden Monat Besuch von Experten des internationalen Rennsportverbands FIA, welche die beiden möglichen Rennstrecken begutachten werden.

"Das ergibt Sinn, weil Lausanne Erfahrung mit grossen Sportveranstaltungen hat", sagte Vuilleumier. Es interessierten sich bereits Sponsoren für die Rennen, aber auch die ETH Lausanne (EPFL) zeige Interesse an einer wissenschaftliche Zusammenarbeit.

Der Sportdirektor rechnet damit, dass ein Formel-E-Rennen rund 30'000 Zuschauer anlocken würde. Zudem werden die Rennen von zahlreichen Fernsehstationen übertragen.

Die Formel-E wird seit dem 13. September 2014 in Städten weltweit ausgetragen. Die Rennstrecken sind zwischen 2,5 bis 3 Kilometer lang. In Europa befinden sich bisher London, Berlin und Monaco im Rennkalender. Mit dem früheren Formel-1-Rennfahrer Sébastien Buemi nimmt auch ein Schweizer Fahrer an der Formel-E teil.

Lausanne derzeit einzige Option

Für die Rennen mit Elektroautos ist auch die Schweizer Politik bereit, eine Ausnahme im generellen Verbot von Rundstreckenrennen zu machen. Eine Motion des Waadtländer FDP-Nationalrats Fathi Derder wurde vom Nationalrat angenommen.

Auch der Bundesrat erklärte sich bereit, den Auftrag entgegenzunehmen. Die Motion wurde zudem von der Verkehrskommission des Ständerates gutgeheissen.

FDP-Nationalrat Fathi Derder gibt sich zuversichtlich. Dank der Begeisterung von Verkehrsministerin Doris Leuthard sei man schneller vorangekommen, sagte Derder der Nachrichtenagentur sda. Die FIA habe Interesse an einem Rennen in der Schweiz gezeigt und einen Platz für 2017 reserviert. Lausanne sei derzeit die einzige Option für ein Rennen in der Schweiz. (sda)


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