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Neue Tessiner Regierung hat Amt angetreten

KANTONALE WAHLEN TI ⋅ Die fünf neu gewählten Tessiner Staatsräte haben am Donnerstag ihr Amt angetreten. Einziges neues Gesicht in der Regierung war FDP-Mann Christian Vitta, der auf Laura Sadis folgte. Das Tessin wird künftig nur von Männern regiert, steht damit schweizweit alleine da.

Zehn Videokameras für fünf Staatsräte: Die Tessiner Medien boten bei der feierlichen Zeremonie im Bellinzoneser Regierungsgebäude all ihre Kräfte auf. In Anwesenheit ihrer Familien wurden die Tessiner Staatsräte vereidigt. Für die Lega werden die Bisherigen Claudio Zali und Norman Gobbi in der Regierung sitzen. Letzterer ist zugleich ihr Präsident.

Die CVP und SP hatten bei der Wahl vom vergangenen Sonntag zwar an Wählerzuspruch verloren. Ihre bisherigen Regierungsvertreter Paolo Beltraminelli (CVP) und Manuele Bertoli (SP) haben den Sprung in die Exekutive jedoch erneut geschafft.

FDP mit Finanzdossier betraut

Die Freisinnigen entsenden neu Christian Vitta in die Regierung: Dieser übernimmt das Departement der Finanzen von seiner Parteikollegin Laura Sadis, die nach acht Jahren Regierungszugehörigkeit nicht mehr zur Wahl angetreten war.

Die FDP konnte im Grossen Rat einen Sitz hinzugewinnen. Trotz Stimmenzuwachs war es ihr jedoch nicht gelungen, den 2011 an die Lega verlorenen zweiten Regierungssitz zurückzuerobern.

Laut Vitta konnte die Tessiner Sektion vor allem aufgrund ihrer Geschlossenheit auch ohne einen Kandidaten mit Regierungserfahrung ein gutes Ergebnis erzielen. Dies könne auch der nationalen Partei für die eidgenössischen Wahlen im Oktober als Vorbild dienen, sagte Vitta am Donnerstag auf Nachfrage gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Tessiner Staatsrat ohne Frau

Das Tessin ist aktuell der einzige Kanton, in dem keine Frau die Regierungsgeschicke beeinflusst. Alle Parteien seien dazu aufgefordert den Frauen in ihren Reihen mehr Raum zu geben, sagte der Präsident des Tessiner Kantonsgerichts Mauro Ermani in seiner Einführungsrede am Donnerstag. Feste Quoten lehne er jedoch ab.

Im Grossen Rat stieg der Frauenanteil allerdings: 22 weibliche Vertreter werden am 18. Mai zur konstituierenden Sitzung des Parlaments zusammenkommen. 2011 waren es nur 14 gewesen. (sda)

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