Abtreibungsgegner demonstrieren in Bern – Grosseinsatz der Polizei

KUNDGEBUNG ⋅ Christlich-konservative Abtreibungsgegner aus der ganzen Schweiz haben sich am Samstag zu einer Kundgebung auf dem Bundesplatz versammelt. Die Polizei will den sogenannten "Marsch fürs Läbe" mit einem Grossaufgebot vor Störaktionen schützen.

Aktualisiert: 
17.09.2016, 14:00

Der Bundesplatz ist hermetisch abgeriegelt. Eine Gegendemonstration ist vom Bundesplatz aus zu hören, aber nicht zu sehen. Die Polizei hat alle Zufahrtswege hermetisch abgeriegelt. Zahlreiche Polizisten in Kampfmontur stehen bereit.

An der Gegendemonstration beteiligen sich nach unterschiedlichen Quellen zwischen 100 und 400 Personen. Sie machen mit Trillerpfeifen, Hupen und Sprechgesängen auf sich aufmerksam.

Der "Marsch fürs Läbe" findet erstmals in Bern statt. Unter dem Motto "Lebenslang lebenswert" richtet er sich gegen Abtreibungen im allgemeinen und nimmt besonders die pränatale Diagnostik ins Visier.

Es sei "eine Tragödie, dass lebensfähige Neugeborene aufgrund einer Behinderung dem Tod überlassen werden", heisst es in einer Medienmitteilung. Die Demonstration auf dem Bundesplatz sei ein Zeichen des Protests "gegen die sich laufend verstärkende Selektion".

Marschiert wird dieses Jahr nicht: Die Berner Polizei liess aus Sicherheitsgründen nur eine Platzkundgebung zu. Der Grossteil der Teilnehmer reiste mit Cars aus zwei Dutzend Städten an; die Cars wurden direkt in einen gesicherten Bereich auf dem Bundesplatz gebracht.

Der "Marsch fürs Läbe" wurde von 2010 bis 2015 in Zürich durchgeführt. Die Kundgebung rief stets Gegner aus dem linken und feministischen Lager auf den Plan. (sda)


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