Neue Luzerner Zeitung Online

Steuersegen für Genfer Gemeinde Anières

STEUERÜBERRASCHUNG ⋅ Die kleine Genfer Goldküstengemeinde Anières feiert Ostern und Weihnachten zusammen: Sie kam überraschend zu Steuereinnahmen in Millionenhöhe. Die gute Nachricht kam von der kantonalen Steuerbehörde: Der Überschuss belaufe sich auf 120 Millionen Franken.

Das sei eine grosse Überraschung gewesen, sagte der Gemeindepräsident Patrick Ascheri auf Anfrage. Er bestätigte damit eine Meldung der Westschweizer Zeitung "Tribune de Genève". Die 2500-Seelen-Gemeinde arbeite normalerweise mit einem 10-Millionen-Budget, erklärte der Bürgermeister.

Der Ursprung des Geldsegens ist - das Steuergeheimnis verpflichtet - selbst dem Dorfoberhaupt nicht bekannt. Ascheri vermutet, dass der Zustupf auf eine Vermögensübertragung zurückgeht. Die "Tribune de Genève" berechnete, dass der Transfer dem Kanton 400 Millionen Franken einbringt und dem Bund ebenfalls mehrere Millionen. Wegen des Lastenausgleichs profitieren aber auch andere Genfer Gemeinden vom unerwarteten Steuergewinn.

Und der Rest? Bürgermeister Ascheri möchte Wohnungen bauen - ohne fremdes Geld aufzunehmen. Zudem könnte ein Fonds geäufnet werden, um die Zukunft der Gemeinde zu sichern, meinte er am Telefon. (sda)

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