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Studie ortet Nachholbedarf bei Teilzeitjobs

ARBEITSMARKT ⋅ Die Schweiz habe grossen Aufholbedarf bei Teilzeitjobs, heisst es in der neuen Studie "Steinzeit Teilzeit" der Beratungsfirma Boston Consulting Group (BCG). Die hiesigen Teilzeitmodelle seien "verstaubt oder inexistent".

In der Schweiz blieben heute geschätzte 50'000 Akademikerinnen zu Hause, schreiben die Autoren. Der Grund sei fast immer die Geburt eines Kindes. Dies markiere den entscheidenden Knick in der Karriereplanung einer Frau. Vielfach bedeute es den Übergang in die Teilzeitbeschäftigung.

Dies zeigt eine statistische Auswertung der Beratungsfirma: Zwischen 18 und 27 Jahren sowie zwischen 32 und 41 Jahren steigt der Anteil teilzeitarbeitender Frauen sprunghaft an. Später geht er nicht zurück. Er stagniert bei Frauen über 42 Jahren bei rund 50 Prozent. Die Autoren bezeichnen dies als "lebenslange Babypause".

Oftmals sei die Teilzeitarbeit deutlich weniger anspruchsvoll als die vorherige Vollzeitstelle. Oder die Bezahlung der Teilzeitstelle sei dem tatsächlichen Aufwand nicht angemessen. Zudem sei die Meinung weit verbreitet, eine Karriere sei nur in Vollzeitanstellung möglich.

Die Autoren fordern flexiblere Arbeitsmodelle - auch für Männer. Dies ermögliche es den Unternehmen, die besten Mitarbeiter längerfristig an sich zu binden. Es wappne die Unternehmen zudem für die Wünsche der jüngeren Generation, die stärker Wert auf flexible Arbeits- und Lebensmodelle lege. (sda)

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