Banken sollen Zinkpreise künstlich aufblähen

ROHSTOFFE ⋅ US-Grossbanken müssen sich wegen weiterer umstrittener Geschäfte mit Metallen verantworten. Die Firma Duncan Galvanizing wirft Goldman Sachs, JPMorgan Chase, dem Rohstoffhändler Glencore sowie der Londoner Metallhandelsbörse LME vor, Zinkpreise manipuliert zu haben.

24. Mai 2014, 11:09

Seit 2010 hätten die Firmen die Preise künstlich aufgebläht. JPMorgan und Glencore wollten sich zu den Anschuldigungen nicht äussern. Die LME, die ein weltweites Netz von Lagerhäusern verwaltet, antwortete auf eine Anfrage zur Stellungnahme zunächst nicht. Goldman Sachs kündigte an, gegen die Klage vorzugehen.

Die Zinkpreise seien über verschiedene Wege in die Höhe getrieben worden, hiess es in der Klageschrift einer der ältesten Verzinkungsfirmen der USA. So würden Wartezeiten künstlich verlängert, um höhere Preise zu erzielen. Aus diesem Grund sei Zink auch unnötig von Lager zu Lager transportiert worden.

Zink wird auf Stahl aufgetragen, um Korrosion zu vermeiden. Die Preise für Zink sind wie die für Aluminium in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Auch bei dem Leichtmetall sind Verfahren gegen US-Grossbanken, darunter JPMorgan und Goldman Sachs, anhängig. 26 Einzelklagen wegen der Manipulation von Aluminiumpreisen in den USA wurden zu einer Sammelklage zusammengefasst. (sda/reu)


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