AFP-Küchen in Arbon: 60 Personen verlieren ihre Stelle

INDUSTRIE ⋅ Bei der AFP-Küchen - dem Zusammenschluss von Forster und Piatti-Küchen - stehen grössere Veränderungen an. Geplant ist der Verkauf von Forster und die Umstrukturierung von Piatti Küchen. 60 Mitarbeitende sollen entlassen werden.
15. März 2017, 16:01

2012 wurden von der Arbonia Forster Holding die beiden Unternehmensteile Forster- und Piatti-Küchen zur AFP-Küchen zusammengeschlossen. Seit 2014 gehört die Firma zur deutschen Alno.

Am Mittwochmorgen seien die Mitarbeitenden der AFP-Küchen über Entscheide des Verwaltungsrates informiert worden, teilte die Gewerkschaft Unia mit. Der Inhalt: Forster Küchen werden verkauft. 60 Personen verlieren ihre Stelle.

Stellenabbau sollte verhindert werden

Bereits bisher sei es immer wieder zu Produktionsverlagerungen und zum Abbau von Stellen gekommen, schreibt die Unia. Die Gewerkschaft verlangt nun, dass das Unternehmen alle Massnahmen ergreifen müsse, um den angekündigten Stellenabbau zu verhindern.

Anton Zöchbauer, Konzernchef der AFP-Küchen, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda die Pläne. Von den Massnahmen seien rund 60 der aktuell 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen.

Forster sei seit Jahren defizitär gewesen, begründet er. Den Verkauf habe man bereits angestossen, er sei aber noch nicht spruchreif. Die Sicherung der Arbeitsplätze stehe im Vordergrund. Die 75 Mitarbeitenden sollen übernommen werden

Kosten massiv senken

In einem Communiqué der AFP-Küchen heisst es, man wolle als Bruno Piatti zurück zu alten Werten. Mit der Trennung von Forster und der Neuausrichtung könne das Unternehmen die Kosten massiv senken und damit den nachhaltigen Erfolg von Piatti sichern.

Die Firma sei regional aufgestellt. Der geplante Stellenabbau betreffe deshalb Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter quer durch die Schweiz, erklärt Zöchbauer. Keine Entlassungen gebe es in der Produktion, dafür aber in der Administration, im Verkauf oder in der Montage. Der von Arbonia Forster initiierte Zusammenschluss von Forster und Piatti sei "leider nicht erfolgreich" gewesen, erklärt der Chef. (sda)

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