DKSH trotzt dem Gegenwind

HANDEL ⋅ Das Handels- und Dienstleistungsunternehmen DKSH hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Terroranschläge in Thailand und politische Unruhen in Malaysia haben das Geschäft gebremst. Für die Uhrenmarke Maurice Lacroix sucht DKSH noch immer einen Käufer.

08. Februar 2016, 08:00

Im vergangenen Juli gab das Unternehmen bekannt, dass es die jurassische Uhrenmanufaktur loswerden will. In der Mitteilung vom Montag macht das Unternehmen zur Zukunft von Maurice Lacroix vorerst keine Angaben.

Insgesamt konnte DKSH im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz um 2,4 Prozent auf 10,1 Milliarden Franken steigern. Der Gewinn stieg um 2,1 Prozent auf 199,7 Millionen Franken.

Mit der Umsatzsteigerung von 4,4 Prozent in lokalen Währungen hat das Unternehmen zwar das eigene Ziel von einem Plus von 8 Prozent verfehlt. Angesichts der Umstände zeigt sich DKSH-Chef Jörg Wolle dennoch mit dem Ergebnis zufrieden. "Trotz erheblichen Verwerfungen in verschiedenen asiatischen Ländern konnten wir weiter wachsen und unser Geschäft ausbauen", lässt sich Wolle in der Mitteilung zitieren.

Konkret erwähnt DKSH die politisch angespannte Lage in Malaysia, die Terroranschläge in Thailand und die allgemein schwache Nachfrage nach Luxusgüter in Asien, die den Absatz von Konsumgütern gebremst haben. Der Umsatz im Unternehmensbereich Konsumgüter ist denn auch um 5,3 Prozent auf 3,9 Milliarden Franken eingebrochen.

Deutlich zulegen konnte DKSH dagegen im Bereich Gesundheitswesen. In diesem erhöhten sich die Verkäufe um 9,4 Prozent auf 5,0 Milliarden Franken. zweiten grossen Geschäftsfeld. DKSH hat hier laut Jahresbericht davon profitiert, dass in Asien der Mittelstand rasant wächst. Gleichzeitig jedoch das Angebot deutlich hinter der Nachfrage zurückbleibt.

Beim Ausblick zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. Dank dem robusten Geschäftsmodell und den anhaltenden Wachstumstreibern in Asien werde DKSH auch in unruhigen Märkten weitere Marktanteile hinzugewinnen, heisst es in der Mitteilung. Sollte zudem ein Aufschwung in den Kernmärkten einsetzen, geht DKSH für 2016 und die Folgejahre von einem weiteren Umsatz- und Gewinnwachstum aus. (sda)


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