IBM macht aus iPhone-Gesundheitsdaten Geld

GESUNDHEITSDATEN ⋅ Die Daten, die Gesundheits-Apps von iPhones sammeln, werden zum Geschäft: IBM will Informationen von Millionen von Apple-Geräten auswerten. Die Daten sollen der Forschung nützen – und der Entwicklung neuer Fitness- und Gesundheits-Apps..

14. April 2015, 10:19

Die Daten will IBM sammeln, miteinander verknüpfen, anonymisieren und sicher lagern. Die Informationen sollen dann Gesundheitskonzernen wie Johnson & Johnson und Medtronic angeboten werden, wie IBM am Montag mitteilte. Mit Johnson & Johnson soll beispielsweise ein Schulungssystem für Ärzte aufgebaut werden.

Die schiere Masse an Daten sei für Patienten und Mediziner kaum zu bewältigen, "aber es handelt sich auch um eine nie dagewesene Chance, unseren Umgang mit Gesundheitsfragen zu verändern", erklärte IBM-Vizepräsident John Kelly.

Neben Forschern sollen auch Entwickler von Fitness- und Gesundheits-Apps auf die Daten zugreifen können. Der Computerkonzern will ausserdem Gesundheits-Anwendungen für Unternehmen entwickeln.

IBM übernimmt geeignete Firma

Um das Projekt schnell anschieben zu können, kaufte IBM den Angaben zufolge die Unternehmen Phytel und Explorys, die sich auf das Management von Daten im Gesundheitswesen spezialisiert haben. Ein Preis für die Übernahmen wurde nicht mitgeteilt.

IBM arbeitet mit Apple bereits bei zahlreichen Unternehmens-Anwendungen zusammen. Die neue Firma soll ihren Hauptsitz in Boston haben und rund 2000 Mitarbeiter beschäftigen. (sda/reu/afp/dpa)


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