LZ Medien: Weniger Umsatz, mehr Reingewinn

LUZERN ⋅ Der Wandel in der Medienbranche hat bei den LZ Medien 2016 zu tieferen Umsätzen geführt. Für die Aktionäre gibt es trotzdem eine Sonderausschüttung.
17. März 2017, 11:42

Die LZ Medien haben im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 120,7 Millionen Franken erzielt. Damit ging der Ertrag im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent oder 4,7 Millionen Franken zurück.

Das Medienunternehmen (Luzerner Zeitung, Radio Pilatus, Tele 1, Insider u.a.) begründet den Umsatzrückgang in einer schriftlichen Mitteilung als Folge des strukturellen Wandels in der Branche. Dieser bewirkt eine Verlagerung von Werbegeldern von traditionellen Medien (Printzeitung, Radio, TV) zu Onlineangeboten. Die Einnahmen aus dem Werbemarkt gingen bei den LZ Medien gegenüber 2015 um 4,1 Prozent zurück, im Lesermarkt (Abonnenten) um 2,5 Prozent. Der nationale Marktvergleich bei der Printwerbung mit einem Minus von 13,6 Prozent zeige, dass sich die LZ Medien dabei deutlich besser behauptet hätten als ihre Mitbewerber, heisst es weiter.

Höherer Gewinn dank Effizienzsteigerungen

Auf der Ausgabenseite konnten die LZ Medien den Betriebsaufwand um 4,2 Millionen Franken (3,6 Prozent) gegenüber dem Vorjahr auf 111,6 Millionen Franken senken. Als Gründe dafür werden «tiefere variable Kosten, Synergien mit den St. Galler Tagblatt Medien und Effizienzsteigerungen» angegeben.

Bei der Gewinnrechnung resultierte mit 9 Millionen Franken ein um 500 000 Franken (5,2 Prozent) tieferer Betriebsgewinn (Ebit). Der Konzerngewinn beträgt 8,4 Millionen Franken, was im Vorjahresvergleich einer Verbesserung von 100 000 Franken (1,2 Prozent) entspricht. Diese Gewinnsteigerung gelang dem Medienunternehmen dank höheren Finanzerträgen.

Die Aktionäre der LZ Medien kommen wiederum in den Genuss einer erhöhten Ausschüttung. Neben der ordentlichen Dividende auf dem Niveau des Vorjahresbetrages von 80 Franken, schütten die LZ Medien ein weiteres Mal eine Sonderdividende von 60 Franken je Titel aus (Vorjahr 80 Franken).

NZZ-Mediengruppe steigert Gewinn

Auch die NZZ-Mediengruppe – die über 90 Prozent der Aktien der LZ Medien hält – meldete gestern ihre Geschäftszahlen 2016. Das Zürcher Medienhaus (NZZ, NZZ am Sonntag, Zürich Film Festival u.a.) erzielte einen Umsatz von 442,7 Millionen Franken, was einem Rückgang von 13,7 Millionen Franken (3,1 Prozent) entspricht. Dank gruppenweiten Optimierungsmassnahmen und tieferen Kosten im Druckbereich habe man den betrieblichen Gesamtaufwand um 5 Prozent senken können, schreibt die NZZ-Mediengruppe. Der Betriebsgewinn (Ebit) von 27,4 Millionen Franken sei deshalb gegenüber 2015 um 27 Prozent höher ausgefallen. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 23,8 Millionen Franken (+7,2 Prozent). eme


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