Medienkonzern Bertelsmann im Wandel

MEDIEN ⋅ Mehr Digitalgeschäft, mehr Internationalität: Bertelsmann, Europas grösster Medienkonzern, befindet sich im Wandel. Der Umbau drückte vergangenes Jahr auf den Konzerngewinn, liess aber gleichzeitig den Umsatz anwachsen.

31. März 2015, 14:29

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 16,7 Milliarden Euro. Rabe zeigte sich mit dem Geschäftsjahr zufrieden und verwies auf das beste operative Ergebnis seit sieben Jahren und Investitionen von 1,6 Milliarden Euro in neue Geschäftsfelder. So investierte das Unternehmen zum Beispiel in den Musikrechteverwerter BMG und in Bildungsportale.

Die Investitionsausgaben schmälerten aber den Konzerngewinn. Unter dem Strich musste Bertelsmann dort einen Einbruch um rund 35 Prozent auf 573 Mio. Euro hinnehmen. Konzernchef Thomas Rabe erklärte den Rückgang am Dienstag in Berlin auch damit, dass sich Bertelsmann unter anderem von rückläufigen Geschäften im Druckbereich und beim Buchclub im Ausland getrennt habe. Auch Abschreibungen im Ungarn-Geschäft der TV-Tochter RTL hätten den Gewinn belastet.

Rabe nannte als mittelfristige Ziele für den Gewinn eine Milliarde Euro, der Umsatz soll 20 Mrd. Euro erreichen. Dabei soll sich Bertelsmann weiter wandeln und neue digitale Geschäftsfelder erobern. Schwerpunkte sind dabei internationale Bildungsplattformen im Internet und Wachstumsmärkte in China und Südamerika.

Beim Wandel des Konzern habe Bertelsmann rund die Hälfte der Wegstrecke erreicht. "Wir sind in diesem Jahr viel weiter als ich bei meinem Start im Jahr 2012 gedacht habe. Wir haben rund 50 Prozent der digitalen Transformation geschafft", sagte Rabe bei der Vorstellung der Zahlen. (sda/dpa)


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