Mobilezone wagt neuen Versuch für Expansion

DETAILHANDEL/TELEKOM ⋅ Die Handyladenkette Mobilezone kehrt wieder nach Deutschland zurück. Sie kauft für 70 Mio. Fr. die EinsAMobile GmbH, die in der Vermittlung von Handyabos und im Verkauf von Mobiltelefonen und Accessoires tätig ist.

27. März 2015, 18:29

EinsAMobile wurde gemäss Mobilezone 2005 gegründet und erzielte letztes Jahr mit einem Personalbestand von 120 Mitarbeitern einen Umsatz von 400 Mio Euro. Der operative Gewinn des Unternehmens betrug rund 14 Mio. Euro.

Mobilezone beabsichtigt, das Unternehmen eigenständig unter dem bisherigen Namen weiterzuführen, wie einer Mitteilung vom Freitagabend zu entnehmen ist. Demnach werden auch Murat Ayhan und Akin Erdem, die beiden bisherigen Besitzer von EinsAMobile, die neue Tochtergesellschaft von Mobilezone in Deutschland weiter führen.

Finanziert wird der Kauf vollständig über Schulden. Obwohl ein Teil des Kaufpreises in Form von Aktien bestritten wird, führt Mobilezone nach eigenen Angaben keine Kapitalerhöhung durch. Der genaue Kaufpreis ist allerdings noch davon abhängig, wie gut die Geschäftsergebnisse von EinsAMobile bis 2017 ausfallen werden.

Mit der Expansion nach Deutschland erhofft sich Mobilezone Synergien beim Einkauf und Onlinegeschäft. "Durch die starke Position der EinsAMobile im Bereich Online bieten sich durch die Akquisition neue Möglichkeiten", wird Mobilezone-Chef Markus Bernhard in der Medienmitteilung zitiert.

Erste Expansion nach Deutschland gescheitert

Der Kauf von EinsAMobile ist nicht der erste Versuch von Mobilezone, in Deutschland Fuss zu fassen. Ende 2001 hatte Mobilezone die deutsche Otto-Boenicke-Gruppe mit einem Verkaufsnetz von 120 Geschäften gekauft. Das Deutschlandgeschäft bescherte Mobilezone damals aber vor allem eines: rote Zahlen.

Bereits 2003 scheiterte der Versuch, die deutsche Tochter mit einem anderen Anbieter zu fusionieren und so im Einkauf und Vertrieb Synergien nutzen zu können. Mitte 2004 schliesslich war die Expansion von Mobilezone bereits wieder Geschichte und alle Läden in Deutschland an Konkurrenten verkauft worden. (sda)


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