Online-Käufe per Handy noch nicht etabliert

DETAILHANDEL ⋅ Online-Shopping ist auf dem Vormarsch, auch in der Schweiz. Am liebsten werden Kleider, Schuhe und Elektronikartikel nach wie vor per Laptop oder Desktop bestellt. Das könnte sich bald ändern.

24. November 2016, 10:16

Obwohl Smartphones in der Schweiz mittlerweile enorm verbreitet sind, nutzen sie lediglich ein Drittel aller Internetkäufer für Internetkäufe. Fast 90 Prozent gaben bei einer Befragung des Internetvergleichsdienstes Comparis dagegen an, ihre Käufe auf einem Laptop oder Desktop abzuwickeln.

Grosses Potential

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam unlängst eine Auswertung des Branchenverbands NetComm Suisse. Nur jeder Fünfte gab an, häufig Waren per Smartphone zu bestellen. Als Hemmschuhe werden insbesondere die kleinen Abbildungen, eine fehlende Mobiloptimierung und Sicherheitsbedenken genannt.

Laut Comparis-Digital-Experte Jean-Claude Frick wird das Smartphone im Online-Shopping aber massiv an Bedeutung zunehmen. "Intelligente Shopping-Apps werden die Benutzer beim Einkaufen aktiv unterstützen, Kaufvorschläge unterbreiten und Preise vergleichen", wird er in einer Mitteilung am Donnerstag zitiert.

Unterstützt werden dürfte dieser Trend auch von der demografischen Entwicklung. Zwar ist der Desktop laut Comparis in allen Altersgruppen das weitaus meistgenutzte Endgerät beim Online-Kauf. Doch bei den 15- bis 19-Jährigen sowie den 30- bis 39-Jährigen bestellen je mehr als die Hälfte auch mit dem Smartphone online.

Fast alle Bestellen online

In der repräsentativen Umfrage wurden die Antworten von 1004 in der Schweiz wohnhaften Personen ausgewertet. Das Alterspektrum reicht von 15 bis 74 Jahren. Davon 96 Prozent, also praktisch alle, bestellen mindestens einmal im Jahr Waren in Online-Shops.

Die meisten der Befragten (37,7 Prozent) geben zwischen 500 und 2000 Franken im Jahr fürs Online-Shopping aus. Dabei kaufen Männer für deutlich mehr Geld im Internet ein. 15,3 Prozent von ihnen geben an, 2000 bis 5000 Franken jährlich auszugeben, und 3,8 Prozent gar mehr als 5000 Franken. Bei den Frauen sind es in diesen Kategorien nur 7,8 und 2,9 Prozent. (sda)


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