Stabsübergabe bei Duss Küchen

EMMENBRÜCKE ⋅ Nach 32 Jahren gibt Robert Duss seine Firma in neue Hände: René Widmer übernimmt das Ruder. An der Nachfolge arbeitete Duss schon seit einigen Jahren.
21. März 2017, 08:36

Federico Gagliano

federico.gagliano@luzernerzeitung.ch

In dem geschichtsträchtigen Vis­cose-Areal in Emmenbrücke befindet sich ein Ort, in dem Design und Qualität im Vordergrund stehen: die Duss Küchen AG. Das 1985 gegründete Kleinunternehmen feierte 2015 sein 30-jähriges Bestehen. Seit Beginn ist die Firma um einiges gewachsen: Beim Start bestand das Team gerademal aus Gründer Robert Duss, seiner Ehefrau Hanny und drei Mitarbeitern.

Seit 1990 hat sich die indi­viduelle Eigenproduktion dank CNC-Technik durchgesetzt. 2001, nach der Umwandlung der Einzelfirma in eine Aktiengesellschaft, kam Schreinermeister Kurt Baumgartner dazu und war massgebend am wachsenden Erfolg beteiligt. Heute beschäftigt die Firma 38 Personen, davon 5 Lehrlinge. 2010 zog Duss Küchen von Kriens nach Emmenbrücke, wo heute Ausstellung und Produktion zu finden sind.

Nun gibt Gründer Robert Duss sein Unternehmen weiter: René Widmer, der sich bereits seit 14 Monaten in der Firma eingearbeitet hat, übernimmt die Geschäftsleitung. Die Entscheidung sei nicht spontan gefallen, erklärt Robert Duss im Gespräch. Im Gegenteil – bereits beim Umzug nach Emmenbrücke sei für ihn klar gewesen: Die Nachfolge muss geregelt sein. «Mir war es aber wichtig, zuerst den Umzug abzuschliessen und den neuen Standort in Gang zu bringen», sagt Duss. Diesem Ziel habe er sich die letzten Jahre gewidmet, damit sich sein Nachfolger nun voll auf den Markt konzentrieren könne. Ursprünglich hatte er sich fünf Jahre dafür Zeit gegeben: «Jetzt sind es doch fast sieben Jahre geworden.»

Und weshalb hat Robert Duss einen Aussenstehenden gewählt? «Wir haben natürlich in den verschiedenen Abteilungen qualifizierte Leiter. Ihre Talente liegen aber im technischen Bereich. Verkaufsleiter und Geschäftsleitungsmitglied Kurt Baumgartner wird noch ein paar weitere Jahre tätig sein. Meine Frau Hanny leitet die Buchhaltung und das Lohnwesen. Ich wollte jemanden, der die Branche auch aus wirtschaftlicher Sicht kennt», erklärt der scheidende Chef.

Weiterhin im Verwaltungsrat dabei

Ein frischer Blick sei genau das gewesen, was seine Firma brauchte. «Es war ein Segen», meint Robert Duss zufrieden. Er zieht sich aber nicht vollständig zurück – er bleibt im Verwaltungsrat und wird seine treue Stammkundschaft betreuen sowie dem Nachfolger beratend zur Seite stehen.

Bei der Einführung der zeitgemässen Betriebsorganisation mit Prozessverbesserungen wirkt Duss aktiv mit. Als Coach will er aber nicht gesehen werden: «Widmer darf natürlich gerne auf meine Erfahrung zurückgreifen. Ich habe aber volles Vertrauen in seine Fähigkeiten.» Abschliessend dankt Duss der treuen Kundschaft und den Mitarbeitenden, die wesentlich zum Erfolg beigetragen haben.


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