Druck von Investoren bei BHP Billiton

ROHSTOFFE ⋅ Der weltgrösste Bergbaukonzern BHP Billiton vollzieht einen Wechsel an der Konzernspitze und kommt damit dem aktivistischen Hedgefonds Elliott entgegen. Vom 1. September an übernimmt Ken MacKenzie den Vorsitz des Verwaltungsrates.
16. Juni 2017, 10:25

Der 53-jährige folge auf Jacques Nasser, der ausscheide, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Hedgefonds, die den Rohstoffkonzern seit längerem unter Druck setzen, hatten MacKenzie favorisiert.

Der von dem Milliardär Paul Singer kontrollierte Hedgefonds Elliott Management hatte BHP aufgefordert, sich vom Ölgeschäft in den USA zu trennen, das einen Wert von rund 22 Milliarden Dollar haben soll. BHP lehnte einen Verkauf ab. Singer forderte zudem, dass der Konzern seine Dividenden erhöhen und die Doppelstruktur aus zwei börsenkotierten Unternehmen in London und Sydney auflösen solle.

Mit Blick auf die neue Führung sprach der Hedgefonds Elliott von einem "konstruktiven Schritt". MacKenzie erklärte, er werde in den nächsten Wochen mit Aktionären und anderen Beteiligten sprechen, um deren Sichtweise zu verstehen. Der Hedgefonds Elliott hält über 4 Prozent an BHP Billiton.

Der Konzern litt zuletzt unter den global relativ niedrigen Rohstoffpreisen, verdiente aber in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2016/17 wieder Geld. Unter dem Strich stand ein Ergebnis von 3,2 Milliarden Dollar. (sda/dpa)

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