Für TUI geht die Rechnung auf

REISEN ⋅ Der internationale Konzern erzielt im abgelaufenen Geschäftsjahr in der Schweiz ein Umsatzplus von 12 Prozent.
12. November 2017, 08:46

Die detaillierten Zahlen wird TUI auf internationaler Ebene zwar erst Mitte Dezember bekanntgeben. Aber seit Mitte Woche steht schon einmal fest, dass der Reisekonzern in der Schweiz im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr zulegen konnte. «Ich bin happy», sagte TUI-Suisse-CEO Martin Wittwer Mitte Woche an einer Presserveranstaltung in Zürich.

Happy bedeutet: Mehr Umsatz (+12 Prozent), ein Abflachen der Buchungen von Schweizern im grenznahen Ausland (–5 Prozent) sowie mehr Filialen (+1 auf neu 67). Damit wird TUI seinem Anspruch gerecht, auch in der Schweiz eine führende Stellung im Reisegeschäft einzunehmen. Ob TUI hierzulande die Nummer eins oder zwei bei den Reiseanbietern ist, soll für Martin Wittwer laut eigenen Aussagen nicht so im Vordergrund stehen. «Wir sind sicher die Ertragstärksten in der Schweiz», betont er. Weit mehr ist für Witter von Belang, wie gut sich TUI im hart umkämpften Onlinegeschäft schlägt.

Gut ist für Wittwer nicht gut genug

Und in diesem Bereich legte TUI im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter zu. Der Umsatz im Onlinebereich wuchs um 32 Prozent; zum Vergleich: mit seinen eigenen Reisebüros machte TUI 8 Prozent mehr Umsatz. Gut ist für Wittwer nicht gut genug. Deshalb betont er: «Wir müssen im Produktionsprozess noch mehr den Mobile-First-Gedanken ins Zentrum rücken.» Das heisst: TUI richtet seine Onlinebemühungen vor allem aufs Smartphone aus. «Wir glauben sehr stark an Mobile. Das ist der Dreh- und Angelpunkt», sagt er und verweist auf China, wo mittlerweile fast sämtliche Geschäfte übers Smartphone abgewickelt werden. Für Wittwer geht es bei Mobile aber um etwas anderes. Der TUI-Suisse-CEO hat in erster Linie die Onlinekonkurrenz im Visier: «Wir müssen einen Mehrwert zu Booking.com bieten.» (bu)


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