Zurich verwirft Abbaupläne

VERSICHERUNGEN ⋅ Aufatmen bei der Zurich: Der neue Chef des Versicherungskonzerns wischt den Abbauplan von 8000 Stellen vom Tisch.
Aktualisiert: 
10.08.2017, 12:54
10. August 2017, 07:03

"Dieses Ziel zur Streichung von 8000 Jobs existiert nicht mehr", sagte Mario Greco."Das war nie ein Teil unserer strategischen Ziele", sagte der Konzernchef am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Greco steht seit März 2016 an der Spitze des Unternehmens.

Von der geplanten Einsparung von 1,5 Milliarden Dollar bis 2019 seien bereits 550 Millionen erreicht, sagte Greco: "In relativ kurzer Zeit haben wir schon mehr als ein Drittel des Ziels erreicht. Das ist gut." So habe man den Hebel bei der IT und Verträgen mit Lieferanten angesetzt. Auch am Hauptsitz seien Kosten gesenkt worden.

Gewinnrückgang

Der Versicherungskonzern Zurich hat im ersten Halbjahr aber weniger verdient. Der Reingewinn sank um 7 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Schuld ist eine Gesetzesänderung in Grossbritannien.

Zurich musste in England und Wales seine Reserven in der Schaden- und Unfallversicherung erhöhen. Dadurch wurde der Betriebsgewinn (BOP) mit 289 Millionen Dollar belastet und stagnierte bei 2,17 Milliarden Dollar. Ohne diese Gesetzesänderung wäre der Betriebsgewinn um 14 Prozent gestiegen. (sda)

Anzeige: