Impreglon entlässt 17 Angestellte

ALTDORF ⋅ Hiobsbotschaft bei Impreglon in Altdorf: 17 von 77 Mitarbeitenden haben ­diese Woche erfahren, dass sie auf Ende Jahr entlassen werden.
11. August 2017, 15:13

Geschäftsführer Kurt Fähnd­rich bestätigte gestern die Entlassungen auf Anfrage unserer Zeitung. «Wir haben die letzten zwei Jahre immer Verlust gemacht», erklärt er die schwierige Lage des im Bereich Beschichtungen tätigen Unternehmens. Der Verlust eines Grossauftrags dieses Jahr habe die Situation nochmals enorm verschärft. «Dieser Kunde machte 20 Prozent des Umsatzes aus», so Fähndrich.

Standort bleibt erhalten

Der Verlust des Kunden habe eine neue Strategie nötig gemacht. «Wir haben uns gefragt, in welchen Bereichen wir noch Geld verdienen können und wo nicht.» Schliesslich habe man entschieden, einen Teil des Exportgeschäfts per Ende Jahr nach Deutschland zu verlagern. Dadurch könne Impreglon die Mietkosten eines der beiden bisherigen Gebäude in Altdorf sparen. Künftig wird die Firma nur noch in einem Gebäude präsent sein.

Fähndrich bedauert die Entlassungen. Er betont aber, dass das Mutterunternehmen in Deutschland am Standort Schweiz festhalten wolle. Bis zum 29. August läuft noch eine Konsultationsfrist, während der die Betroffenen Vorschläge machen können, wie die Kündigungen ­allenfalls verhindert oder in der ­Anzahl begrenzt werden können.

Impreglon ist ein Veredler im Bereich Beschichtungen für diverse Branchen wie die Flugzeug- und Autoindustrie. Nach den Entlassungen werden noch 60 Personen in Altdorf tätig sein. (mim)


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