Mehr Leser auf digitalen Kanälen

MEDIEN ⋅ Schweizerinnen und Schweizer sind treue Konsumenten ihrer Zeitungen, sei es gedruckt oder online. 93 Prozent von ihnen lasen regelmässig eine gedruckte Ausgabe, ein Prozentpunkt weniger als im Frühling. Stabil blieb die Zahl der Online-Nutzer.
10. Oktober 2017, 00:16

Der Strukturwandel in der Medienbranche schreitet voran: Gemäss neusten Zahlen der AG für Werbemedienforschung (Wemf) gewinnen Onlineplattformen mehr Leserinnen und Leser, während die gedruckten Zeitungen bestenfalls die Zahl der Leserschaft stabil halten können. So weisen die Tages- und Sonntagszeitungen der NZZ-Mediengruppe, die unter anderem die «Luzerner Zeitung» und ihre Regionalausgaben herausgibt, eine vergleichsweise gute Lesermarktentwicklung aus. Gemäss der Herbsterhebung der Wemf wird die LZ (inkl. E-Paper) von 287 000 Personen gelesen. Das sind zwar 3,4 Prozent weniger als im gleichen Befragungsabschnitt des Vorjahres. Dieser Rückgang ist aber gemäss Wemf statistisch nicht signifikant. Erhebliche Rückgänge bei den Leserzahlen verzeichnen hingegen unter anderem «Tages-Anzeiger» und «Blick» (siehe Tabelle).

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Bei den Sonntagsmedien ist der gedruckte «Sonntagsblick» die beliebteste Lektüre, obwohl die Print-Reichweite auf noch 583 000 schrumpft. Die «Zentralschweiz am Sonntag» konnte um 1 Prozent auf 210 000 Leserinnen und Leser zulegen. Die Wemf nimmt den Zeitungen und Zeitschriften jeweils im Frühling und im Herbst den Puls.

Luzernerzeitung.ch legt stark zu

Von der Gesamtreichweite der Medientitel entfallen rund zwei Drittel auf die gedruckten Ausgaben, ein Drittel auf das Internet. Die Wanderung von der Druck- zur Onlineausgabe innerhalb einer printbasierten Medienmarke verlangsamte sich, blieb aber spürbar.

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Schaut man sich die Nutzerzahlen der Onlineplattformen der Bezahlzeitungen an, schwingt der «Blick» obenaus: Der Ringier-Titel erreicht 746 000 Unique User und damit 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Luzernerzeitung.ch konnte um 29,5 Prozent zulegen. Die LZ erreicht damit täglich insgesamt – gedruckt und online – 344 000 Leserinnen und Leser. Vor einem Jahr lag dieser Wert bei 341 000. Eingerechnet sind in diesen Zahlen die Schnittmengenleser. (sda/mim)

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