WEF: Letztes Zimmer im Ort gibt es für 1500 Franken pro Nacht

DAVOS ⋅ Wer kurzfristig ans Weltwirtschaftsforum WEF reisen will, wird erwartungsgemäss Mühe mit dem Finden einer Unterkunft haben. Auch mit grossem Budget wird die Übernachtung in Davos selbst kaum möglich sein.
10. Januar 2018, 17:04

Personen wie US-Präsident und Immobilien-Mogul Donald Trump, die über das nötige Kleingeld verfügen, werden wohl immer ein Plätzchen finden – auch wenn sie sich erst zwei Wochen im Voraus entschliessen, am Weltwirtschaftsforum WEF in Davos teilzunehmen. Normalsterbliche, die aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen jetzt noch kurzfristig an den Anlass Ende Januar wollen, werden bezüglich Unterkunft wohl leer ausgehen. Zumindest, falls sie im Ort Davos selbst nächtigen wollen. Einschlägige Buchungsportale wie Trivago und booking.com zeigten bei einer Abfrage für den Zeitraum vom 22. Bis 26. Januar kein einziges freies Hotelzimmer für Davos an (Stand: 10. Januar). Als Ersatz werden Chalets und Luxus-Hotels in Langwies und Arosa aufgelistet.

Die Internet-Plattform für Privatzimmer Airbnb hat im Gegensatz dazu für den Zeitraum sogar noch eine Unterkunft direkt in Davos Platz frei. Die Übernachtung in der 2,5-Zimmer-Wohnung kostet 1500 Franken pro Nacht. Wen dieses Preis-Leistungs-Verhältnis klaustrophobisch macht, dem bleibt ganz in der Nähe nur die private Liegenschaft in Klosters, welche bereits im Titel des Angebots mit der Entfernung von 15 Minuten bis zum WEF wirbt. Das luxuriöse 5,5-Zimmer-Penthouse gibt es während des Weltwirtschaftsforums für 4890 Franken pro Nacht.

ras

Video: WEF 2018: Ist Donald Trump ein Tourismus-Magnet?

Der amerikanische Präsident Donald Trump wird das WEF in Davos besuchen. Sein Besuch soll den Tourismus in der Region ankurbeln. Ob auch langfristig Profit aus Trumps Medienecho geschlagen werden kann, würden erst die Gespräche am WEF zeigen, meint Reto Branschi, Direktor der Destination Davos Klosters. (Silva Schnurrenberger/SDA, 10.1.2018)




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