Weniger Wechsel auf den höchsten Chefsesseln

ARBEITSMARKT ⋅ Kontinuität auf den Chefsesseln im deutschsprachigen Raum: Die Fluktuation in der oberen Firmenetage ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz 2016 deutlich niedriger gewesen als in allen anderen Weltregionen.
15. Mai 2017, 08:45

Im vergangenen Jahr wurden im deutschsprachigen Raum nur gerade mal 12,7 Prozent der Chefposten neu besetzt, wie eine am Montag vorgestellte Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ergeben hat.

2015 hatte die Fluktuation noch 16,7 Prozent betragen. In den Chefetagen im deutschsprachigen Raum herrsche "wieder mehr Stabilität", stellten die Studienverfasser fest. Die durchschnittliche Verweildauer in Deutschland, Österreich und der Schweiz stieg damit im vergangenen Jahr von 6,6 Jahren im Jahr 2015 auf 7,8 Jahre.

Weltweit mussten aber laut der Studie im vergangenen Jahr 14,9 Prozent der Firmenchefs ihren Posten räumen. "Schleudersitze" gab es demnach insbesondere in den Schwellenländern Brasilien, Russland und Indien mit einer Fluktuation von 17,2 Prozent.

Die Führungsetagen der untersuchten Konzerne blieben erwartungsgemäss meist eine "reine Männerdomäne". Der Frauenanteil bei den Neueinstellungen in den Chefetagen 2016 lag laut Studie im deutschsprachigen Raum bei drei Prozent - und damit noch unter dem globalen Schnitt von 3,6 Prozent. Die besten Werte erhielten hier die USA und Kanada.

Die Studie untersucht Veränderungen an der Spitze der 2500 grössten börsennotierten Unternehmen weltweit. Für den deutschsprachigen Raum wurden die 300 grössten Firmen untersucht. (sda/afp)


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