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Franke hat 2014 deutlich besser verdient

INDUSTRIE ⋅ Der Aargauer Küchen- und WC-Ausrüster Franke hat im vergangenen Jahr bei einem leichten Umsatzwachstum kräftig mehr verdient. Der Umsatz stieg um 3,1 Prozent auf 2,13 Mrd. Franken.

Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich von 111,9 Mio. auf 135,4 Mio. Franken. Dies sei ein Anstieg von 21,1 Prozent, teilte der Konzern des Industriellen Michael Pieper am Sonntag in einem Communiqué mit. "2014 sind wir im Hinblick auf Umsatz und Profitabilität auf den Wachstumspfad zurückgekehrt", erklärte Franke-Chef Alexander Zschokke.

Das organische Wachstum habe mit einem Plus von 3,8 Prozent deutlich stärker zugelegt als im Vorjahr (+0,5 Prozent). Dieses Wachstum sei von allen Divisionen getragen worden mit Ausnahme von Franke Foodservice Systems, wo die Umsätze stagnierten. "Wir konnten 2014 auch Marktanteile gewinnen, insbesondere in Europa", erklärte Zschokke.

Sparprogramm

Das Sparprogramm habe wesentlich zur Stärkung der Ertragskraft von Franke beigetragen. Die Restrukturierungskosten hätten jedoch das Jahresergebnis belastet. Insgesamt beliefen sie sich auf 12,9 Mio. Fr. nach 3,7 Mio. Fr. im Vorjahr 2013.

Darin enthalten seien Rückstellungen und Restrukturierungen, die im Jahresverlauf angekündigt worden seien und im laufenden Jahr abgeschlossen würden, hiess es weiter. Total zählte Franke mit 8964 Beschäftigten Ende Dezember 273 Stellen weniger als Ende 2013.

Angesichts des Franken-Schocks nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1,20 Fr. durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) am 15. Januar ist Franke nochmals stärker auf die Bremse getreten. Die Umstrukturierungsmassnahmen würden ausgeweitet. "Wir haben einen Einstellungsstopp verhängt", sagte Konzernsprecherin Gabriele Hepp auf Anfrage.

Schwieriger Start ins 2015

Zudem setze man auf Nachverhandlungen der Verträge mit den Lieferanten. Franke führte noch mehr schlankes Management ein. Dagegen sei kein grossflächiger Stellenabbau geplant. "Wir versuchen das zu vermeiden", sagte Hepp. Es gebe auch keine Verlagerung ins Ausland. "Wir produzieren in der Schweiz."

Der Start ins neue Geschäftsjahr 2015 habe sich angesichts der SNB-Entscheidung als sehr schwierig erwiesen. Aufgrund der erheblichen Kostenbasis in der Schweiz werde ein deutlich stärkerer Franken sich nicht nur über die Währungsumrechnung negativ auswirken, sondern auch zu niedrigeren Gewinnmargen im Exportgeschäft und zu einem höheren Wettbewerbsdruck auf dem Heimmarkt von Franke führen, hiess es weiter. (sda)

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