Frankreichs Atomenergie in der Krise

ATOMENERGIE ⋅ Der französische Atomkonzern Areva will nach einem Verlust von knapp fünf Milliarden Euro kräftig sparen. Die Kosten würden um eine Milliarde Euro gesenkt, kündigte Areva am Mittwoch an.

Zugleich sollen die Partnerschaft mit dem ebenfalls staatlich kontrollierten Stromversorger EDF gestärkt und die Präsenz in China ausgebaut werden. In drei Jahren müsse das Unternehmen in der Lage sein, sich selbst zu finanzieren, betonte Areva-Chef Philippe Knoche.

Areva leidet darunter, dass nach der Fukushima-Katastrophe weniger Atomkraftwerke gebaut werden. Hinzu kommen die angespannte Lage auf dem Strommarkt, weswegen viele Versorger bei Wartungsaufträgen sparen. Auch die Konkurrenz aus Russland, Japan und Südkorea bereitet Areva Sorgen.

Schwer zu schaffen machen dem Unternehmen zudem Verzögerungen beim Bau eines neuen Blocks für das finnische Atomkraftwerk (AKW) Olkiluoto, den Areva in Zusammenarbeit mit Siemens errichtet. Insgesamt führte das im vergangenen Jahr zu einem Verlust von 4,83 Milliarden Euro, nach einem Minus von knapp einer halben Milliarde im Jahr zuvor. (sda/reu)


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