Gutes Jahr für Berner Kommunikationsmuseum

MUSEEN ⋅ Das Museum für Kommunikation will ab kommendem August die in die Jahre gekommenen Dauerausstellungen rundum erneuern. Altbekannte Evergreens werden verschwinden - nicht aber die bei den Kindern beliebte Rohrpost.

"Sie wird sogar doppelt so lang", verspricht Museumsdirektorin Jacqueline Strauss. Die bisherigen drei Dauerausstellungen werden einer einzigen Ausstellung weichen. Diese wird sich über drei Stockwerke des Museums erstrecken. Ein Stockwerk wird für Wechselausstellungen eingerichtet.

Die aktuellen Dauerausstellungen stammen aus den Jahren 2003 und 2007. "Man sieht ihnen das Alter mittlerweile an", wie Strauss am Mittwoch vor den Medien in Bern betonte. Mitte August werden sie mit einem Fest verabschiedet, dann wird ein Jahr lang umgebaut.

Während dieser Zeit wird das Museum keine grossen Ausstellungen präsentieren. Es wird aber mit verschiedenen Angeboten präsent sein, etwa mit einem Stadtrundgang zum Thema Kommunikation und Führungen im Museumsdepot in Schwarzenburg.

Am 19. August 2017 wird dann die neue Dauerausstellung auf rund 2000 Quadratmetern eröffnet.

Mit Popmusik auf der Erfolgswelle

Mit dem vergangenen Jahr sind die Museumsverantwortlichen zufrieden, auch wenn sie dem schönen Sommerwetter in Form eines leichten Besucherrückgangs etwas Tribut zollen mussten. Rund 74'000 (Vorjahr 77'000) Besucherinnen und Besucher zählte das Haus, darunter erneut rund 1200 Schulklassen.

Zum Zugpferd entwickelte sich im vergangenen Jahr die Ausstellung "Oh Yeah!" zur Popmusik in der Schweiz. Rund 38'000 Eintritte verzeichnete die Ausstellung. Inzwischen hat ein Deutsches Museum das Ausstellungskonzept von "Oh Yeah!" übernommen und setzt eine Adaption für eine Tournee in Deutschland um. (sda)


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