Implenia trotz Gewinnrückgang zuversichtlich

BAU ⋅ Der grösste Schweizer Baukonzern Implenia hat im vergangenen Jahr weniger verdient. Der Reingewinn sank gegenüber 2013 um 11,7 Prozent auf 73 Millionen Franken. Für das laufende Jahr zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich.

Implenia geht davon aus, dass sich die Schweizer Bauwirtschaft 2015 auf dem hohen Niveau des Vorjahrs halten wird. Wachstumsträger blieben der Wohnungsbau und die Infrastrukturinvestitionen der öffentlichen Hand, erklärte das Unternehmen im Communiqué vom Dienstag.

Allerdings werde die Marktentwicklung voraussichtlich volatiler werden. Gründe seien die Unsicherheiten über die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative sowie die Rezessionsängste nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank.

Implenia habe aber bedeutende strukturelle Fortschritte erzielt. Und mit der im Dezember angekündigten Übernahme der deutschen Infrastruktur-Baugesellschaft Bilfinger Construction sei der Konzern diversifizierter und internationaler unterwegs. Daher sei Implenia für 2015 zuversichtlich und bestätigte das Mittelfristziel eines Betriebsgewinns (EBIT) von 140 bis 150 Mio. Franken.

Im vergangenen Jahr sank das operative Ergebnis um 6,2 Prozent auf 108,5 Mio. Franken. Damit sei aber das zum Halbjahr gesteckte Ziel von mehr als 100 Mio. Fr. klar übertroffen worden, schreibt Implenia.

Der Umsatz schrumpfte um 4,5 Prozent auf 2,92 Mrd. Franken. In der Sparte Bau Schweiz betrug der Rückgang 3,0 Prozent. Auch der Auftragsbestand per Ende 2014 lag mit 3,0 Mrd. Fr. um 5,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Trotz des rückläufigen Ergebnisses will Implenia die Dividende von 1,60 Fr. im Vorjahr auf 1,80 Fr. pro Aktie erhöhen. (sda)


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