Interroll verdient weniger

INDUSTRIE ⋅ Das Tessiner Fördertechnikunternehmen Interroll hat im vergangenen Jahr einen tieferen Betriebs- und Reingewinn erzielt. Interroll erklärte dies mit hohen Investitionen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) von Interroll sank von 27,2 Mio. Fr. im Jahr 2013 auf 25,4 Mio. Fr. im Jahr 2014, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Reingewinn betrug im vergangenen Jahr 19,1 Mio. Franken, und lag damit rund eine Million Franken unter dem Vorjahresgewinn.

Investitionen von knapp 17 Mio. Fr. drückten auf das Ergebnis, wie es in der Mitteilung hiess. Der grösste Teil davon floss in Sachanlagen wie den Neubau eines regionalen Kompetenzzentrum im US-amerikanischen Atlanta oder in die Infrastruktur und den Maschinenpark.

Interroll investierte zudem 1,4 Mio. Franken in neue Gesellschaften. 2013 hatte das Unternehmen die US-Firma Portec und 2014 den chinesischen Förderspezialisten Pert Engineering übernommen. Beide Unternehmen hätten nun zum Umsatzwachstum beigetragen, schrieb Interroll.

Den Umsatz steigerte Interroll um 6 Prozent auf 335,3 Mio. Franken, wie bereits im Januar bekannt geworden war. Zudem angelte sich das Unternehmen 2014 mehr Aufträge als im Vorjahr: Der Auftragseingang stieg um 10 Prozent auf 350,7 Mio. Franken.

Optimistisch trotz Frankenstärke

Interroll zeigte sich in der Mitteilung optimistisch für die Zukunft, trotz der Aufhebung des Euro-Mindestkurses Mitte Januar. Der starke Franken werde zwar auf das Wachstum drücken, schrieb Interroll. Insgesamt überwögen aber die Chancen für das Unternehmen.

Gute Entwicklungsmöglichkeiten böten Märkte wie die Flughafenlogistik, Postdienste, die Lebensmittelindustrie sowie die Distribution. Interroll stellt Produkte für die innerbetriebliche Logistik her, so etwa Förderrollen oder Motoren für Förderanlagen.

Den Aktionären will der Interroll-Verwaltungsrat statt einer Dividende eine Kapitalrückzahlung anbieten. Der Nennwert der Aktien soll von 10 auf 1 Fr. gesenkt werden - damit erhalten die Aktionäre 9 Fr. pro Aktie. Letztes Jahr wurde eine Dividende von 8,80 Franken ausgeschüttet. (sda)


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