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Kritik an Gentech-Lobbying in Afrika

LANDWIRTSCHAFT ⋅ Swissaid setzt sich für den Biolandbau in Afrika ein. Im Rahmen ihrer Jahreskampagne wirft die Hilfsorganisation den Agrarkonzernen und den USA vor, afrikanische Staaten unter Druck zu setzen, um den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zuzulassen.

So sei zum Beispiel in Burkina Faso Gentech-Baumwolle mit dem Versprechen höherer Erträge bei geringerem Pestizideinsatz zugelassen worden, heisst es in der Mitteilung vom Montag.

Diese Versprechen seien jedoch nicht eingehalten worden. Weil sich die Schädlinge den neuen Pflanzen angepasst hätten, seien mittelfristig weder die Erträge gestiegen noch habe der Einsatz von Pestiziden abgenommen.

Geändert hätten sich jedoch die Kosten und die Bedingungen für die Bauern in der Nachbarschaft. So sei das Gentech-Saatgut zehn Mal teurer als normales. Die Felder traditionell arbeitender Bauern würden kontaminiert.

Swissaid propagiert darum für die afrikanischen Länder den biologischen Landbau. Dieser habe in vielen Länder des Südens "hervorragende Ergebnisse gezeigt". Dank Biolandbau hätten zum Beispiel in Guinea-Bissau viele Bauernfamilien die Getreideproduktion um 35 Prozent steigern können.

Swissaid unterstützt gemäss der Mitteilung Bio-Projekte bereits in neun Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Dazu hat die Hilfsorganisation 2014 insgesamt 12,25 Mio. Fr. Spendengelder gesammelt. (sda)

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