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LZ-Medien machen weniger Gewinn

LUZERN/ZÜRICH ⋅ In einem schwierigen Umfeld haben die LZ-Medien 2014 ein ­solides Ergebnis erwirt­schaftet. Die NZZ-Gruppe schreibt hingegen rote Zahlen.

Der Strukturwandel in der Schweizer Medienbranche hat auch im vergangenen Jahr im Ergebnis der LZ Medien Holding AG seine Spuren hinterlassen. Das Zentralschweizer ­Medienunternehmen erwirtschaftete ­einen Umsatz von 135,8 Millionen Franken – ein Minus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der unter schwierigen Marktbedingungen erzielte operative Gewinn betrug 8,6 Millionen Franken. Das sind 1,9 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Unterm Strich weist das Unternehmen einen Gruppengewinn von 5,4 Millionen Franken aus. Das sind 41 Prozent oder 3,9 Millionen Franken weniger als im Vorjahr – allein 3 Millionen Franken davon sind jedoch auf eine freiwillige Arbeitgebereinlage in die Pensionskasse zurückzuführen.

Werbeeinnahmen weiter rückläufig

Der Werbemarktertrag betrug 52,1 Millionen Franken. Das sind 3,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang liegt im Trend des gesamten Schweizer Marktes. Der Ertrag Lesermarkt ging um 2,4 Prozent auf 39 Millionen Franken zurück. Grund hierfür ist der Wegfall der Regionalausgabe Schwyz. Im Berichtsjahr ist die «Neue Luzerner Zeitung» mit dem «Boten der Urschweiz» eine Kooperation eingegangen. Durch die Erweiterung des Zeitungsverbunds konnte die «Neue Luzerner Zeitung» die Auflage der Gesamtausgabe steigern.

Der Druckumsatz beläuft sich auf 32,3 Millionen Franken und liegt 4,3 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Der durchschnittliche Personalbestand der LZ-Medien in Vollzeitstellen betrug 375 gegenüber 404 im Vorjahr. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine unveränderte Dividende von 80 Franken und eine Kapitalreduktion mittels Nennwertrückzahlung von 98.50 Franken pro Aktie.

Rote Zahlen schreibt hingegen der Mutterkonzern der LZ Medien Holding AG, die Zürcher NZZ-Gruppe. Dies hängt mit den Kosten der Schliessung der Druckerei in Schlieren zusammen. Bis zu 125 Arbeitsplätze gehen dort verloren. Die daraus resultierenden Kosten verursachten ein Defizit von 39,6 Millionen Franken. Der Umsatz der NZZ-Gruppe ging im vergangenen Jahr um 2 Prozent zurück auf 471,1 Millionen Franken. Ausschlaggebend hierfür sind der Verkauf des Zustellgeschäfts und rückläufige Erträge im Druckmarkt. Der Druckertrag sank um 5 Prozent auf 59,3 Millionen Franken. Mit den Medienkonsumenten erwirtschaftete die NZZ-Gruppe 2014 einen leicht höheren Umsatz von 157,1 Millionen Franken. Zu verdanken ist dies unter anderem der Zunahme bei den digitalen Abonnements. Allein bei der «Neuen Zürcher Zeitung» und der «NZZ am Sonntag» stieg die Zahl der Digital-Abonnemente um 49 Prozent auf rund 16 600.

NZZ sieht sich bei Umbau auf Kurs

Die Werbeeinnahmen bei der NZZ-Mediengruppe hingegen gingen um 2 Prozent zurück. Im Vergleich zu den Jahren davor verlangsamte sich aber der Ertragsrückgang. «Wir haben den Umsatzverfall der letzten Jahre im Kerngeschäft gebremst», resümierte Konzernchef Veit Dengler in der gestrigen Mitteilung. Bei den Sparten lag das Betriebsergebnis von Medien NZZ mit dem Flaggschiff NZZ 0,9 Millionen Franken im Minus nach 8,3 Millionen Gewinn im Vorjahr. Die Regionalmedien – hierzu gehören die LZ-Medien und die Sankt Galler Tagblatt Medien – generierten einen Betriebsgewinn von 11,1 Millionen Franken (Vorjahr 12,5 Millionen Franken).

Die NZZ-Gruppe macht nach eigenen Angaben Fortschritte beim Umbau von einem traditionellen Zeitungsverlag in ein Medienunternehmen mit zielgruppenspezifischem Angebot auf allen Kanälen. Die für die Umsetzung der Strategie notwendigen Investitionen werden gemäss NZZ-Gruppe das operative Ergebnis auch 2015 negativ beeinflussen, würden aber in den Folgejahren ­Früchte tragen.

hoe

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