"Nuss-Affäre": Verurteilte geht in Berufung

NUSS-AFFÄRE ⋅ In der "Nuss-Affäre" in Südkorea ist die zu einem Jahr Haft verurteilte Tochter des Chefs der Fluggesellschaft Korean Airlines (KAL) in Berufung gegangen. Der Einspruch sei am Freitag an das Gericht gesandt worden, erklärte einer der Anwälte von Cho Hyun-Ah der Nachrichtenagentur AFP.

Chos Wutausbruch über falsch servierte Macadamia-Nüsse im Flugzeug hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Ein Gericht in Seoul befand sie deswegen am Donnerstag des Verstosses gegen die Sicherheitsvorschriften schuldig und verurteilte sie zu einem Jahr Gefängnis.

Weil die Nüsse in der ersten Klasse statt wie vorgeschrieben in einer Schale in der Tüte serviert wurden, hatte die 40-Jährige den Chefstewart zu sich zitiert, beschimpft und des Flugzeugs verwiesen. Die in New York schon zur Startbahn rollende Maschine musste zum Terminal zurückkehren und startete deshalb mit Verspätung.

Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre Haft gefordert. Der Richter begründete das mildere Urteil damit, bei dem Unfall sei kein Leben in Gefahr gewesen. Zudem habe die Tochter des KAL-Chefs und ehemalige Vizechefin des Unternehmens zwei kleine Kinder und ihr professioneller und persönlicher Ruf seien bereits beschädigt. (sda/afp)


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