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Schneider-Ammann eröffnet Baselworld

UHRENMESSE ⋅ Die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld hat ihre Tore geöffnet. Gut eine Woche lang trifft sich die weltweite Branche am Rheinknie. Bundesrat Johann Schneider-Ammann besuchte die hochkarätige Veranstaltung und sprach den Firmen Mut zu für die schwierige Zeit.

Anderthalb Stunden nach der Türöffnung für die Besucher aus aller Welt - Medien hatten am Vortag schon Zugang - versammelten sich Bundesratstross, lokale Politprominenz und Medienleute zum "Ribbon Cutting" für die Photographen. Schneider-Ammann durchschnitt feierlich das symbolische Band - mit gut fünf Minuten Verspätung.

Der anschliessende durchorchestrierte Spaziergang führte das Blitzlichtgewitter wie jedes Jahr zu einer guten Handvoll jener Firmen, die für die Messe und die Branche am wichtigsten sind. Uhrenunternehmen machen in Basel teils über die Hälfte ihres Jahresumsatzes; manche lassen sich ihre Messestände daher zweistellige Millionenbeträge kosten.

Der bundesrätliche Spaziergang durch die Glitzerwelt, mit persönlichen Erläuterungen von Firmenchefs, ist dennoch teils familiär. So traten auch heuer drei führende Mitglieder der Familie Hayek auf: Swatch-Group-Chef Nick, seiner Schwester und Verwaltungsratspräsidentin Nayla und deren Sohn Marc, der die Tochterfirmen Blancpain und Breguet führt.

Von Schneider-Ammanns Gesprächen an den Uhrenständen - wo Medienschaffende überhaupt mit hinein durften - bekamen nur die vordersten paar etwas mit. An alle wandte sich der Bundesrat am Mittag bei den Eröffnungsansprachen. Die schwierige politische Lage zwinge zu beharrlichem Arbeiten an Lösungen; "den grossen Wurf gibt es nicht".

Selber aus Krise herausarbeiten

Der Wirtschaftsminister lobte die Uhrenbranche als Paradebeispiel dafür, wie man sich selber aus einer schweren Krise herausarbeiten kann; nur drei Dekaden später präsentiere sie sich wieder in vollem Glanz mit über 500 Firmen und über 50'000 Arbeitsplätzen. Er erinnerte dabei auch an die Bedeutung der Sozialpartnerschaft als einem der entscheidenden Standortfaktoren.

Der starke Franken habe Schweizer Firmen schon früher dazu gezwungen, besser zu sein - nur so seien hohe Schweizer Preise zu rechtfertigen. Der Werkplatz sei durchaus weiter dazu in der Lage. Der baselstädtische Wirtschaftsminister Christoph Brutschin verwies ferner auf die grosse Bedeutung der Uhrenmesse für die Wirtschaft der Region.

Die Baselworld läuft bis am 26. März. Wiederum gut 150'000 Besucher werden an der zum 43. Mal stattfindenden weltweiten Leitmesse für die Uhren- und Schmuckbranche erwartet. Insgesamt präsentieren rund 1500 Marken aus 40 Ländern auf unverändert 141'000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ihre tickenden und glitzernden Prachtstücke. (sda)

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